Time-Sharing - Archiv 4


 

 

Hapimag - Eine schweizerische Aktiengesellschaft fürchtet die Information!!

 


Vorteile für wen? - 2010-01-03

  • Doch keine Belastung gemäß Verursachung? - 2010-02-22

Kein Umfrisieren zu einem Werbeartikel - 2010-01-14

Verwaltungsratsmandate in der Schweiz und deren mögliches Verständnis - 2010-01-23

 

Ausgleich von Altforderungen gegen Aktienrücknahme - 2010-02-09

Punkteblockierung bei Buchung des Urlaubs - 2010-03-01

Leitsatz zur Arbeit bei Hapimag - 2010-03-07

Gestaltungsmöglichkeiten und Bewertungen - 2010-03-10

 

Mit einem Urlaub bei Hapimag werden für die Steuer Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt - 2010-03-22

Rettung der Welt - 2010-04-08

Durch welche Krise steuerte Hapimag? - 2010-04-12

  • Hapimag verkauft Liegenschaft an Reka - 2010-04-14
  • Zweite Zahlung von 750.000 Franken an die Reka für den Kauf des ehemaligen Hapimag-Grundstückes fällig - 2010-11-26

 

Angemessen? - 2010-05-14

Aktieneigenbestand durch Hapimag - 2012-04-13 / 2013-07-07

 

Generalversammlung - einige Abstimmungsergebnisse - 2011-05-03 / 2012-05-05 / 2013-05-01 / 2014-05-09

  • Von 256.220 im Umlauf befindlichen Aktien wählten nur 46.397 Aktien diesen Verwaltungsrat - 2012-05-05
  • Entlastung für den Verwaltungsrat nur noch von 17,40 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien - 2013-05-01
  • Neue Lösungen und Zukunftsprodukte - 2014-05-09
  • Options - 2014-05-09
  • Der Unterschied zwischen Realität und Wirklichkeit - 2014-05-12
  1. Genehmigung der Jahres- und Konzernrechnung
  2. Verwendung des Bilanzverlusts, -gewinns
  3. Entlastung des Verwaltungsrats
  4. Entlastung Verwaltungsrat bezogen auf umlaufende Aktien
  5. Wiederwahl der bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrates (gesamthaft)
  6. Ersatzwahl für den Verwaltungsrat
  7. Wahl der KPMG AG, Zürich als Revisionsstelle
  8. Aktienkapital - 2013-05-09

 

Persönliche Präsenz bei den Generalversammlungen liegt weit unter dreißig Prozent - 2013-05-09

 

 


Vorteile für wen?

(2010-01-03)

 

Ende November erreichte die Hapimagaktionäre wieder ein Faltblättchen mit der Überschrift „Simply Life“. Mittlerweile ist davon auszugehen, dass dieses dazu bestimmt ist Mitteilungen auf den Weg zu bringen mit denen den Hapimagaktionären kräftig vors Schienenbein getreten wird. Der diesbezügliche Einfallsreichtum dieses Unternehmens ist offensichtlich grenzenlos und unerschöpflich.

 

Eine vernünftige Übersetzung gibt es für diese Fragmentbezeichnung „Simply Life“ nicht. Es soll wohl bedeuten: „Einfach das Leben. Wie es ist und was es mit sich bringt.“ Bei Hapimag eben den Tritt vors Schienenbein für einen Großteil der Aktionäre. Oft mag so tatsächlich das Leben sein, aber doch wohl nicht in einer Gemeinschaft die Hapimag immer vorgibt zu sein? Mittlerweile entwickelt sich Hapimag zur Klassengesellschaft. Die Partner wurden bereits abgeschafft, als solcher hat sich wohl ohnehin niemand in diesem Unternehmen gefühlt, diese Bezeichnung somit entbehrlich. Der Franzose würde vielleicht in diesem Fall „c'est la vie“ sagen - „das ist das Leben“, dies würde dann aber positiv gemeint sein, ohne Hintergedanken. Hapimag benutzt „Simply Life“ aber um immer wieder neue Gemeinheiten auf den Weg zu bringen.

 

Es ist doch blanker Hohn wenn in der neuesten Ausgabe dieses Faltblättchens von „Vorteilen im neuen Jahr“ gesprochen wird. Vorteile für wen? Für einen elitären Kreis der hier im Unternehmen Hapimag, einem Non-Profit-Unternehmen mit genossenschaftlichen Wurzeln, Vorteile dadurch erreicht, das dieser mehr Aktien zeichnete als der Durchschnittsaktionär, vielleicht rein zufällig, denn der Durchschnittsaktionär zeichnet in der Regel ca. zwei Aktien. Also kein Vorteil für den Durchschnittsaktionär. Dieser Durchschnitt ist natürlich zu wenig für ein Unternehmen mit Absatzschwierigkeiten welches ohnehin mittlerweile den Markt abgraste und nun im eigenen Saft schmort und nicht mehr weiß wie man diesen Teufelskreis verlassen soll, da selbst in zahlreichen Fällen die nächste Generation der Aktieninhaber, also deren Kinder oder Enkel, kein Interesse mehr an Hapimagaktien haben. Das Geschäftsmodell Hapimag ist gescheitert.

 

Über den Trick mit der Hapimagkarte wird hier aus einer Klassifizierungskarte eine Diskriminierungskarte um einem kleinen Teil der Hapimagaktionäre Vorteile zuzuschanzen die im normalen Regelwerk des Unternehmens bisher so nicht vorgesehen bzw. ableitbar waren, in der Hoffnung damit zusätzliche Kaufanreize zu schaffen. Für die anderen Aktionäre verbleiben dann die Restposten, da, neben anderen Möglichkeiten, nur auf gewisse Aktionärskreise beschränkt, der Buchungsbeginn vorverlegt wird. Das Unternehmen hat die Hoffnung, dass nun zahlreiche Aktionäre versuchen einen höheren Kartenlevel zu erreichen. Alle anderen Maßnahmen führten bisher nicht zum Erfolg, also versucht man es jetzt mit der Brechstange, durch Benachteiligung ganzer Aktionärsteile. Warum aber sollen die Aktionäre hierauf einsteigen?

 

Sehen wir in der Zeitgeschichte zurück, dort war es ähnlich. Auf den Auswandererschiffen tanzte die gute Gesellschaft auf dem Oberdeck, während der Rest die Behelfsunterkünfte nutzen durfte und auch dafür kräftig zahlen musste. Hapimag schaffte das Rotationsprinzip ab offensichtlich um dadurch interessierten Kreisen entsprechenden Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Es fehlte nur noch die Möglichkeit dieses vorab zu erledigen. Dies ist nun gelungen. Der Normalaktionär kommt so erheblich schlechter an ihn interessierende Quartiere, denn sein Buchungstermin liegt bis zu vier Wochen nach der Buchungseröffnung. Warum soll er aber zusätzliche Aktien zeichnen?

 

Sehen wir es doch einmal im Umkehrschluss. Wenn viele, möglicherweise alle, Aktionäre diese Möglichkeit nutzen und dann in der Hierarchie aufsteigen, dann werden eines Tages alle die Möglichkeit haben bei Buchungsbeginn und damit bis zu vier Wochen früher zu buchen. Wo liegt dann noch der Vorteil? Das Unternehmen lacht sich schlapp, dass alle darauf hereinfielen.

 

Eine Genossenschaft lebt davon allen die gleichen Rechte zuzubilligen. Ein Wohnrechtspunkt ist nun einmal ein Wohnrechtspunkt, gleichgültig aus welcher Aktienanzahl dieser entspringt. Ebenso ist eine Aktie eine Aktie, egal wo diese erworben wurde. Hapimag will bzw. hat diesen Weg verlassen. Wie lange wollen sich eigentlich die Mehrzahl der Hapimagaktionäre es noch bieten lassen, dass Hapimag deren Konditionen ständig verschlechtert und einen Teil der Aktieninhaber diskriminiert?

 

Dies ist aber nur die eine Seite der HapimagCard, denn darüber hinaus wird diese dafür genutzt um Aktieninhaber die ihre Aktien auf dem freien Markt, also nicht direkt über Hapimag, kauften von gewissen Nutzungsmöglichkeiten ganz auszuschließen. Es sei dahingestellt, ob dies wirklich einen Nachteil darstellt. Die HapimagCard also nicht nur eine Klassifizierungkarte, sondern auch eine Diskriminierungskarte.

 

Irgendwann muss doch einmal das Maß der Dinge erreicht sein. Wenn Hapimag möchte, dass Vorteile denjenigen gewährt werden die eine entsprechende Aktienanzahl zeichnen dann soll Hapimag diesen Kreis ansprechen und entsprechend Aktien verkaufen, die übrigen Aktionäre mit sachgerechten Werten auszahlen, nicht dem Substanzwert, denn warum soll der Rest der Aktionäre einem durch Hapimag definierten Kreis Vorteile ermöglichen und selbst mit den verbleibenden Restposten zufrieden sein und möglichen ständigen weiteren Verschlechterungen zustimmen? Vielleicht sollte man darüber nachdenken das Unternehmen in dieser Form aufzulösen und neu zu starten, denn offensichtlich sind gewisse Aktionärskreise nicht mehr erwünscht?

 

Die Berliner Morgenpost berichtete Mitte November 2009 unter anderem: „Die Anbieter von Kundenkarten versprechen den Verbrauchern satte Rabatte, Gutscheine und Sachprämien. Selten lohnen die Prozente wirklich.“

 

„Verbraucher können bei jedem Einkauf Punkte sammeln und in Prämien, Gutscheine oder Bargeld umwandeln. Je nach Anzahl der gesammelten Punkte gibt es als Sachprämien etwa Zeitschriften-Abos, Reisegutscheine, DVDs oder Küchenzubehör.“

 

„Finanztest“ kam nach dem Test von rund zwei Dutzend Karten zum Schluss, dass die regelmäßige Ersparnis mit 0,5 bis drei Prozent eher mäßig ist und sich die gesammelten Punkte ohnehin häufig nicht in Geld umrechnen lassen. Meist würden die Verbraucher mit Gutscheinen oder Sachprämien belohnt, eine Barauszahlung sei nur bei wenigen Anbietern möglich. Einen Sofort-Rabatt ohne Einschränkung bietet dem Test zufolge nur eine Baumarktkette. Hier zahlt der Käufer schon beim Einkauf drei Prozent weniger. Bei Sachprämien raten Verbraucherschützer, sich zu überlegen, wie viel Geld vorab für die erforderliche Punktzahl ausgegeben werden muss.“

 

Was kostet also ein höherer Status bei Hapimag und was bringt er wirklich ein? Diese Rechnung muss jeder für sich selbst einmal kritisch durchführen.

 

Bei der HapimagCard erhielten Sie bisher unter anderem für 2.000,00 CF Umsatz einen Wohnrechtspunkt. Dieser entsprach einem Wert von ca. 28,25 CF, also ca. 1,4 Prozent Rabatt. Allerdings müssen Sie auch den Umsatz von 2.000,00 CF erreichen, denn: „Während einer Abrechnungsperiode (01.01.-31.12.) erteilte Umsatzgutschriften, die wegen Nichterreichung der Umsatz-Schwelle von CHF 2'000.00 nicht in Aktienpunkte umgerechnet werden, verfallen. Ebenso verfallen Umsatzgutschriften, wenn der Partner am Ende der Abrechnungsperiode keine bonusberechtigten Ferienprodukte mehr besitzt oder diese zwischenzeitlich stillgelegt wurden.“

 

Welche „Halbwertzeit“ Ankündigungen in diesem Unternehmen haben sehen Sie schon allein an der Tatsache, dass in der Simply Life-Ausgabe September 2009 mitgeteilt wird: „ Bisher haben Sie pro CHF 2000,-- Umsatz einen Punkt erhalten, ab 2010 erhalten Sie entsprechend der Punkte-Mulitplikation pro CHF 400,-- Umsatz einen Punkt“. Das war Hapimag dann die Sache doch nicht wert.

 

In der Simply Life-Ausgabe November 2009 steht dazu: „Bisher haben Mitglieder pro CHF 2000,-- Umsatz einen Punkt erhalten, ab 2010 erhalten sie entsprechend der Punkte-Multiplikation pro CHF 2000,--Umsatz fünf Punkte“…

 

Wie flexibel das Datenverarbeitungssystem des Unternehmens Hapimag ist, vielleicht wird dieses auch nur ständig von den Schnellschüssen der Geschäftsleitung überrollt, zeigt folgender Sachverhalt: Offensichtlich ist dieses System nicht in der Lage die gegebenen Vorteile für die Gold- und Platinkarteninhaber online umzusetzen, denn in der zweiten Dezemberwoche wurden Buchungsformulare mit „Buchungs-Vorteil für Gold-und Platin-Member“ an den betroffenen Personenkreis versandt. Offensichtlich gibt Hapimag diese Belege nun, wie in grauer Vorzeit, von Hand ein? Eine sehr effiziente Vorgehensweise... Es sei denn es ist ein gewünschter Weg um die Inhaber dieser Privilegien ständig daran zu erinnern welche Vorteile diese besitzen, verbunden mit der Erwartung und Hoffnung weitere kräftige Umsätze mit bzw. bei Hapimag zu tätigen. Für fast einen Monat ist das EDV-System des Unternehmens ohnehin nur in unwesentlichen Bereichen aufrufbar.

 

2010-02-22

Doch keine Belastung gemäß Verursachung?

 

Das bei Hapimag vieles anders herum läuft haben die langjährigen Aktionäre mittlerweile schon verinnerlicht. Bei anderen Reisegesellschaften gibt es einen Frühbucherrabatt, bei Hapimag gibt es jetzt einen „Spätbucherrabatt“.

 

„…Mit unserem verlockendem „Spätbucher-Bonus“ helfen wir Ihnen dabei. Pro Aufenthalt schenken wir Ihnen EUR 50,--. Dieser Rabatt wird Ihrer Rechnung vor Ort gutgeschrieben.

 

Gilt für Neubuchungen ab dem 15. Februar 2010 bis 26. Juni 2010 für die Reisezeit Februar 2010 bis Juni 2010 (Samstag, den 26. Juni 2010 letzte Anreise…).“

 

Der Vorteil des Buchungsbeginns für gewisse Aktionärskreise vor einem Teil der anderen Aktionäre negiert sich hiermit etwas. Allerdings liegt die Befürchtung nahe, dass die für Spätbucher verbliebenen Restposten nun auch nicht mehr der große Wurf sind und die Nachteile durch diesen Malus nur zu einem geringen Teil ausgeglichen werden. Aus diesem „Spätbucher-Bonus“ soll doch wohl nicht geschlossen werden, dass Hapimag Probleme mit der Auslastung der Anlagen hat? Vielleicht sollte man es mit der Reduzierung der Punktebelastung versuchen.

 

Wie können aber mit dieser Betragsreduzierung die angeblich genau und verursachungskonform, gemäß Anfallhöhe, kalkulierten Nebenkosten gedeckt werden? Sollte sich so viel „Luft“ in dieser Kalkulation befinden? Dies würde den bisherigen Aussagen widersprechen. Andererseits gibt es keine nachvollziehbaren Abrechnungen über die Nebenkostenbelastungen für das einzelne Objekt.

 

So gewaltig ist diese Reduzierung nun allerdings auch wieder nicht. In fast allen Objekten übersteigen nur die Gebühren für den Parkplatz, die wohl kaum verursachungsgemäß ermittelt werden, und anfallende Kurtaxen, diesen Betrag schon um einiges, die Anreisekosten schon gar nicht mit einbezogen. Was bringt es, wenn hier „der Aufenthalt“ mit 50,00 EUR subventioniert wird, also die gleiche Reduktion für drei Tage, wie für drei Wochen? Es sind eben „Peanuts“, bezogen auf die Gesamtkosten eines Urlaubs mit Hapimag. So verlockend ist es nun auch wieder nicht, um nicht doch noch die „Last-Minute-Angebote“ anderer Unternehmen vergleichsweise in die Betrachtung mit einzubeziehen und das angebotene „Taschengeld“ nicht in Anspruch zu nehmen.


Kein Umfrisieren zu einem Werbeartikel

(2010-01-14)

 

Gelegentlich kann es auch interessant sein, vor allem Rückschlüsse auf den Veranlasser zulassen, wenn man die Randinformationen bei gewissen Einträgen betrachtet. Auf der Diskussionsseite zum Hapimageintrag bei „Wikipedia“ stand in der ersten Dezemberhälfte folgender Beitrag:

 

„Werbesprech [Bearbeiten] - Den verehrten Mitarbeitern dieser Firma, die gelegentlich diesem Artikel ihre Aufmerksamkeit schenken, sei nochmals gesagt: Wikipedia ist keine Werbeplattform; solche Formulierungen aus den PR-Unterlagen wie "Resorts und Residenzen" anstelle von "Ferienanlagen" werden hier keine Gnade finden

 

(„Erstellung, Erwerb, Miete, Verwaltung und Betrieb von Feriendörfern, Appartementanlagen, Hotels und ähnlichen Einrichtungen“ heißt es schließlich auch im Handelsregister Zug).

 

Das gleiche gilt für andere Formen der Beschönigung. Sachliche Fehler können jederzeit berichtigt werden, aber das Umfrisieren zu einem Werbeartikel möcht' denn doch fürderhin unterlassen werden.“

 

Warten wir es ab, wann der Eintrag im Handelsregister von Zug entsprechend angepasst wird und diese „Beschönigungen“ dort Einzug halten werden, denn bisher hat dieses Unternehmen noch nie vor etwas zurückgeschreckt.

 

Es wäre schon wünschenswert, wenn Hapimag die mittlerweile hinlänglich bekannten Propagandameldungen unterlassen und sachlich und informativ berichten würde. Dann müsste man sich dort wahrscheinlich auch nicht um die mögliche Schließung von weiteren Ferienstandorten kümmern und könnte vielleicht auch einmal Erfolgsmeldungen beim Verkauf von stillgelegten Objekten vermelden.

 

Zur Kanzelhöhe berichtete die „Kleine Zeitung“ aus Kärnten dieser Tage unter anderem: „Der „Club Landskron“ ist derzeit eine Großbaustelle. Das Hotel am Ufer des Ossiacher Sees fällt für die heurige Wintersaison ebenso aus wie Hapimag oben auf der Gerlitzen-Kanzelhöhe. „Aber es ist keine Frage, dass uns diese Betten im Winter diesmal ebenso fehlen wie jene von Hapimag, der schon das zweite Jahr geschlossen hat.“ Während der „Club Landskron“ auf modernsten Stand gebracht wird, sucht Hapimag für die Apparthotel-Anlage nach einem Käufer.

 

„Die Krise ist dabei nicht förderlich, es gibt zwar Interessenten und Gespräche, aber noch keinen Abschluss", so Hapimag laut „Kleine Zeitung.

 

Hapimag bereitet es offensichtlich keine Probleme Anlagen wie hier die Kanzelhöhe jahrelang ungenutzt vorzuhalten und legt diese ohne vorheriges Konzept still. Die Aktionäre zahlen die anfallenden Kosten an Abschreibung und Unterhalt über die Jahresgebühren, warum sollte man sich dazu Gedanken machen? Abgesehen davon wurde die Kanzelhöhe schon zu einer Zeit stillgelegt als die Finanzkrise noch nicht akut war. Möglicherweise fehlte zu der Zeit nur ein Konzept für eine weitere Vorgehensweise.

 

„Schwarzwälder-bote.de“ berichtete zur Hapimaganlage in Unterkirnach unter anderem: „Im Rückblick auf seine ersten acht Jahre als Bürgermeister freut sich Gerold Löffler, dass die Hapimag-Ferienanlage erhalten bleibt. Die Entscheidung zugunsten des Standorts in Unterkirnach sei nach mehreren Gesprächen und zwei Workshops, an der auch der Ressortleiter aller Hapimag-Anlagen in Deutschland, teilnahm gefallen, erklärt Löffler im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Am 15. Januar findet ein weiteres Treffen im Hapimag, an dem auch der Chef der Hapimag Schweiz teilnehmen wird, statt. Dann werden weitere Maßnahmen zum Erhalt und auch der Erweiterung der Hapimag-Anlage festgelegt.“

 

Was hat die Gemeinde nun Hapimag zugesagt oder versprochen?

 

Wahrscheinlich wird dann bei der „Erweiterung“ aus der Anlage mit Ferienwohnungen auch eine „Apparthotel-Anlage“ wie nachträglich bei der Kanzelhöhe? Mittlerweile kennen wir diese sprachlichen Beschönigungen und Eskapaden.

 

Die Hapimaganlage in Unterkirnach kann schon seit Jahren selbst in der Hauptsaison für 50 Punkte/Woche/2-Zimmer-Wohnung (vorher 10 Punkte) genutzt werden. Für Hapimagverhältnisse eine äußerst günstige Punktebelastung, ein echtes ständiges Sonderangebot im Vergleich zu den anderen Objekten. Vermutlich liegt dies aber nicht unbedingt am Zustand der Anlage, sondern wohl eher an deren Lage und bedingt daraus dem geringen Interesse bei den Aktionären an einem Urlaub in Unterkirnach. Selbst wenn man sich jetzt für Maßnahmen, gleich welcher Art, entscheidet, wird Unterkirnach wohl auf der Überprüfungsliste stehen bleiben. Die Chancen für Unterkirnach dürften aber trotzdem gut sein, denn wer würde dort ein derartiges Objekt übernehmen und bei Hapimag warten derzeit etliche Standorte auf einen neuen Betreiber.

 

Auf diese Art und Weise kann auch kostenlose Werbung und Imagepflege für ein Unternehmen betrieben werden. Nach Aussage von Werbefachleuten ist es egal welche Meldung in der Zeitung steht, denn nach einigen Tagen erinnert sich ohnehin niemand mehr, ob diese positiv oder negativ war. Es verbleibt nur die Erinnerung an die Genannten. So betrachtet versteht es Hapimag sich ins Gespräch zu bringen, ob es auf diesem Weg ein Werbeartikel wird kann bezweifelt werden und es kann auch ein Trugschluss sein auf das schlechte Gedächtnis der Leser zu hoffen.

 

2010-01-15

Der „Schwarzwälder Bote“ berichtete unter anderem: Glücklich zeigte sich der Bürgermeister, dass das Unternehmen Hapimag viel Geld in die Hand nehmen möchte für eine Generalsanierung seiner Ferienanlage.“

 

2010-01-22

Der „Schwarzwälder Bote“ berichtete unter anderem: „Mit 320 Betten stelle das Hapimag-Ressort rund 54 Prozent der Übernachtungskapazität des Ortes. Die verbleibenden 46 Prozent verteilen sich auf drei Pension und private Ferienwohnung und -zimmer. Die beiden Wohnmobilstellplätze in Unterkirnach bieten mit 38 Stellplätzen weiteres Übernachtungspotenzial. Im Vergleich zum Vorjahr sei die angebotene Bettenzahl im Ort um 17 Prozent zurückgegangen, die Auslastung der verbliebenen Betten um 18 Prozent gestiegen…“

 

„Die Anzahl der Betten war auf 597 gegenüber 654 im Jahre 2008 zurückgegangen.“


Verwaltungsratsmandate in der Schweiz und deren mögliches Verständnis

(2010-01-23)

 

„Moneyhouse“ berichtete im November unter anderem wie folgt: „Früher galt das Prinzip: Gibst du mir, so geb ich Dir. Jeder half dem anderen und wer einmal im Filz eingebunden war, gehörte dazu…  Sie schacherten sich gegenseitig die Pöstchen zu, verkehrten privat miteinander und schufen so eine gegenseitige Abhängigkeit.

 

Die alte Garde musste inzwischen dem neuen, modernen Filz weichen. Die Zeiten sind passé als man sich noch auf dem Golfplatz oder der VIP Tribüne der Grasshoppers traf. Heute gilt: Wer sich einmal ein Top Mandat ergattert hat und darin nicht auf- oder abfiel, wird fast automatisch weitergereicht. Und Mandate sammeln ist attraktiv; nicht nur des Sozialprestiges wegen, sondern auch finanziell.

 

Bleibt da die Corporate Governance auf der Strecke? Wer einmal dazu gehört und ein Verwaltungsratsmandat innehat, will es nicht mehr verlieren: Zu gut wird das Mandat entschädigt und zu viel Sozialprestige hängt daran… Es ist zu befürchten, dass auch die neue Garde ähnlich denkt. Nur die Funktionsweise des Systems und die Personen, die dazugehören, sind andere…“

 

Weiter berichtet „Moneyhouse“ unter anderem über „Steueroasen und die Steuerwüsten.“ „Wo leben top Verdiener besonders günstig und welche Orte sollten sie meiden? (Verheirateter Familienvater, zwei Kinder, Alleinverdiener, Bruttoeinkommen von 200`000 Franken.)“:

 

Am wenigsten Steuern zahlt man im

Kanton

Steuern

CHF

Zug

13.594,90

Schwyz

16.975,50

Obwalden

19.297,80

 

 

Die meisten Steuern zahlt man im

Kanton

Steuern

CHF

Neuenburg

35.958,45

Jura

34.569,40

Bern

30.861,80

 


Ausgleich von Altforderungen gegen Aktienrücknahme

(2010-02-09)

 

Auch so sind sehr gute Geschäfte möglich. Es kommt immer nur auf den Standpunkt an. Man sucht sich einen Aktionär der die letzte Jahresgebühr für das Jahr 2003 zahlte, oder möglicherweise früher, droht diesem mit der Einschaltung eines Inkassobüros und übersendet eine Verzichtserklärung, setzt eine Frist von ca. vier Wochen und bietet dann nach dessen Reaktion an die Aktien in die Vermittlung zu nehmen und gegenzurechnen. Ein marginaler Betrag verbleibt dann noch bei erfolgreicher Vermittlung für den Aktionär, die Summe reduziert sich dann noch zusätzlich um einen minimalen Abschreibungsbetrag zu Gunsten Hapimag, wo immer dieser herkommen mag, vermutlich Gebühren, da man sonst den Hals immer noch nicht voll genug bekommt. Dem Aktionär verbleiben dann noch die Punkte die er bis dahin, bedingt durch seinen Zahlungsrückstand, nicht nutzen konnte. Diese kann er dann verkaufen oder noch abwohnen, im Rahmen der zeitlichen Verfallvorgaben.

 

Die Jahresgebühren zurück bis einschließlich 2003 lagen bei ca. 2.550,00 CF, Ende 2009. Offensichtlich sah Hapimag keine Veranlassung sich schon früher um den Eingang dieses Betrages zu bemühen. Die Punktesperrung bringt offensichtlich nicht immer den gewünschten Erfolg. Es sei dahingestellt bzw. kann nicht beurteilt werden, ob dies ein Einzelfall ist. Nach meiner persönlichen Ansicht ist dies nicht der Fall.

 

Betrachten wir diesen Vorgang genauer, er liegt schon einige Monate zurück, ist festzustellen, dass hier schon Punkte verfallen sind (Punkteverfall nach fünf Jahren plus bis Ende Oktober des Folgejahres), ein zusätzlicher Obolus für das ständig nach neuen Ertragsquellen suchende Unternehmen. Insgesamt verfielen 286.254 Wohnrechtspunkte im Jahr 2008 durch Nichteinlösung. Sollte davon ein Teil dadurch angefallen sein, dass Hapimagaktionäre nicht die fälligen Jahresbeiträge leisteten, vielleicht auch nicht leisten konnten, und Hapimag die Nutzung sperrte und diese Sperrungen nun schon jahrelang andauern? Offensichtlich gibt es eine größere Anzahl von notorischen Nichtzahlern im Hause Hapimag und diese bleiben möglicherweise auch lange unbelästigt?

 

In welcher Position des Hapimaggeschäftsberichts sind die Forderungen aus nicht gezahlten Jahresgebühren enthalten, bzw. von welcher Betragshöhe ist hier auszugehen? Erkennbar ist dies so nicht.

 

Es dürfte wohl ein gutes Geschäft sein hinterher Aktien zu bekommen für die liquiditätsmäßig dann nur ein paar hundert Franken anfallen und die danach zu den bekannten Preisen wieder verkauft werden. Sollten die über Jahre nicht bezahlten Gebühren bereits als uneinbringlich abgeschrieben worden sein erzielt man auf diese Art und Weise noch einen außerordentlichen Ertrag der dann das Jahresergebnis verbessert.

 

Wie wird ein solcher Buchungsvorgang von  Hapimag abgewickelt, insbesondere wie wirkt sich dieser in der Erfolgsrechnung aus? Verjährungsfristen für Zahlungsforderungen scheint das Schweizer Recht nicht zu kennen, nach deutschem Recht wäre ein Großteil dieser Forderung bereits verjährt. Hapimag generiert aus diesen Vorgängen aber offensichtlich immer noch Erträge?

 

Gehen wir doch einmal von diesem Beispiel aus, unter der Annahme, dass die älteste Forderung aus 2002 datiert. Nach deutschem Recht verjährt diese Forderung Ende 2005. Offen bleiben dann die Forderungen 2006 bis 2009. Sie bekommen die angedrohte Post vom Inkassobüro, diese unterbricht die Verjährung nicht, Sie dürfen nur die Forderung nie anerkennen. Es bleibt also nur noch ein Mahnbescheid gegen Sie, nur dieser unterbricht die Verjährung. Gegen diesen erheben Sie Einspruch und verweisen gleichzeitig darauf, dass nach den mit Ihnen getroffenen Vereinbarungen Schweizer Recht anzuwenden ist. Das für Sie zuständige deutsche Gericht wird sich dann wohl für unzuständig erklären. Hapimag kann Sie dann vor dem Kantonalgericht in Zug verklagen, wie vereinbart, ggf. dann eventuell Ihre Hapimagaktie pfänden lassen. Das Gericht wird dann das Vergnügen haben den Wert Ihrer Aktie festzulegen, vielleicht bekommen Sie dann noch einen Restbetrag ausgeschüttet. Sie selbst müssen in den Folgejahren nicht unbedingt in die Schweiz fahren falls der Aktienwert nicht ausgereicht haben sollte. Eine Pfändung durch das Schweizer Gericht in Deutschland brauchen Sie wohl nicht zu befürchten, die Schweiz gehört nicht zur EU, Hinweis auf die Verjährungsfrist in Deutschland.

 

Sehen wir uns den vorliegenden Fall etwas genauer an. Dieser kann zielgenaue Rückschlüsse auf die Seriosität dieses Unternehmens zulassen. Hapimag schrieb einem Aktionär unter anderem:

 

„…obwohl wir in den letzten Jahren mehrfach auf diese Ausstände aufmerksam gemacht haben (Behauptung sei dahingestellt) (zum Beispiel durch Zahlungserinnerungen und Kontoauszüge), können wir bis heute keine entsprechenden Zahlungseingänge feststellen.

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass Sie sich vertraglich uns gegenüber verpflichtet haben, die Jahresbeiträge zu entrichten. Wir sind nicht mehr länger bereit die seit Jahren ausstehenden Zahlungen zu akzeptieren.

 

Aus unserer Sicht gibt es nun folgende Möglichkeiten um die Situation in nützlicher Frist zu bereinigen:

 

  1. Bezahlung der offenen Positionen

 

Wir räumen Ihnen eine Zahlungsfrist von 30 Tagen ein.

 

  1. Gegenseitiger Forderungsverzicht

 

Unter Umständen haben Sie aus verschiedenen Gründen kein Interesse mehr an den Dienstleistungen von Hapimag. Sollte dies der Fall sein, so sind wir bereit auf die Einforderung der ausstehenden Jahresbeiträge zu verzichten, sofern Sie im Gegenzug auf die Rechte aus Ihren Wohnrechtsprodukten verzichten.

 

Als Beilage übersenden wir Ihnen eine Verzichts- und Abtretungserklärung…“

 

Diese sieht dann wie folgt aus:

 

„…Unter dem Vorbehalt, dass alle meine Verbindlichkeiten gegenüber der Hapimag-Unternehmensgruppe abgegolten sind , verzichte ich hiermit auf sämtliche Ansprüche aus meiner Stellung als Hapimag Partner und trete meine Rechte aus den oben erwähnten Aktien an Sie ab, Zu diesem Zweck übergebe ich die beigeschlossenen , auf der Rückseite indossierten Aktienzertifikate…“

 

Ein gutes Geschäft: Zwei Aktien für ca. 5.100,60 CF, ca. 2.550,00 CF/Aktie, entstanden aus fiktiven Forderungen zur Jahresgebühr deren Verwendung und Betragshöhe nie nachgewiesen wurde. Nicht beglichene Forderungen wurden vermutlich immer den pünktlichen Zahlern mit belastet? Seriöse Vorgehensweise? Je später diese Verzichtserklärung übersandt wird, je günstiger wird der Ertrag für Hapimag. Forderungen auflaufen lassen, eventuell dezent mahnen, dann die Keule andeuten und ein Friedensangebot unterbreiten, wer kann da schon nein sagen, auch wenn der Vorteil ganz eindeutig bei der Gegenseite liegt. Psychologisch sehr geschickt, wie auch die sonstige Propaganda dieses Unternehmens.

 

Bei der dann angebotenen und durchgeführten Vermittlung. 3.000 CF/Aktie, verblieben dann, neben den Wohnrechtspunkten die anschließend genutzt und ggf. verkauft werden konnten, ca. 800,00 CF liquiditätsmäßiger Betragsabgang bei Hapimag. Im Gegenzug erhielt das Unternehmen dafür zwei Aktien. Hätte der Aktionär die Verzichtserklärung sofort unterschrieben wären ihm möglicherweise nicht einmal dieser Betrag und die Wohnrechtspunkte geblieben?


Punkteblockierung bei Buchung des Urlaubs

(2010-03-01)

 

Mitte Januar 2010 erhielten wir nun wieder das nicht vermeidbare Schreiben der Hapimag AG zum Jahresbeginn. Unter anderem die übliche Rechnungstellung des Unternehmens an Jahresgebühren. Ausgehend von den Vorjahresbeträgen fließen Hapimag durch die Erhöhung der Gebühren in diesem Jahr mindestens zusätzlich ca. 751.380 EUR zu, ausgehend von einer Gesamtsumme an Jahresgebühren von ca. 62.615.000 EUR. Wie gehabt ohne spezifizierte Angaben zur geplanten Verwendung dieser Beträge nach Art und Höhe, schon gar keine Aufstellung zur durchgeführten Verwendung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Es ist schon sehr merkwürdig, dass diese zweckgebundenen Beträge dann immer der Anforderung entsprechen. Weist das Unternehmen aber einen Gewinn für das Geschäftsjahr aus, dann war die Anforderung offensichtlich doch zu hoch.

 

Fast einen Monat benötigte man in Baar um eine „Systemumstellung“ durchzuführen, diese dauert aber weiter an, denn bis Mitte März 2010 können „viele Geschäftsvorfälle nur reduziert bearbeitet“ werden. Mit was für einem System hat Hapimag bisher gearbeitet, wenn hier wohl nur sehr wenig im Unternehmen kompatibel gewesen zu sein scheint und es jetzt immer noch hakt? Womit wurde der Unternehmenserfolg eigentlich kontrolliert, womit Ausgaben der anvertrauen Mittel?

 

Trotz wochenlanger Systemumstellung erhielten die Aktionäre aber weiter eine Jahresgebührenrechnung auf Schweizer-Franken-Basis. Seit Januar 2009 bilanziert das Unternehmen aber in Euro. Warum können sich dann noch „größere Abweichungen von einem Jahr zum anderen auf Grund von Wechselkursveränderungen ergeben“? In welchen Bereichen?

 

Schwerlich nachvollziehbar ist aber auch die Tatsache, dass der Punktekontoauszug per Anfang Januar 2010 noch auf Basis der alten Punktewerte erstellt und nicht gemäß der festgelegten und ab Anfang 2010 gültigen Punktemultiplikation ausgewiesen wurde. Dies obwohl die Punktemultiplikation mit als Grund für die Systemumstellung genannt und diese Neuregelung wiederholt angekündigt wurde. In der Aufstellung wird „der Schnee von gestern“ dargestellt. („Sobald alle Fehler von der Systemumstellung behoben sind, erhalten Sie einen neuen Kontoauszug.“) („Wir bitten Sie noch um ein wenig Geduld. Unsere Website bzw. das Online-Buchungsportal ist noch nicht vollkommen funktionsfähig.“)

 

Unverständlich wird dann aber die Mitteilung im Schreiben der Gesellschaft vom 07. Januar 2010: „Die Umstellung bedeutet für Sie, dass Ihnen die Punkte erst nach Ende Ihres Aufenthalts und nicht bereits bei der Reservierung des Apartments abgebucht werden.“

 

Sehen wir uns dazu die „Reservations- und Buchungsbestimmungen“ in den „Erlebniswelten“, gültig für den Zeitraum Mai bis Oktober 2009, an die Aktionäre ca. Ende 2008 versandt, an. Dort ist unter Position 2.9 „Abbuchungsreihenfolge der Wohnpunkte“ unter anderem zu lesen: „Ohne gegenteilige Weisung erfolgt die Abbuchung der Punkte bei Urlaubsende in folgender Reihenfolge…“

 

Analoge Ausführungen dann in den „Erlebniswelten“ gültig ab November 2009 bis April 2010, verteilt an die Aktionäre ca. im zweiten Quartal 2009.

 

Für den Zeitraum November 2008 bis April 2009, also dem Zeitraum davor, galt folgendes: „Ohne gegenteilige Weisung erfolgt die Abbuchung der Punkte bei einer Ferienbuchung in folgender Reihenfolge…“

 

In den ca. Anfang November 2009 verteilten Buchungsinformationen, gültig dann ab Mai 2010, die erneut modifizierte Form wonach die für eine Buchung benötigten Punkte bis zur Abbuchung „blockiert“ werden. „Bei erfolgter Buchung werden die benötigten Punkte auf dem Punktekonto des Mitglieds blockiert und in „reservierte Punkte“ umgebucht (die endgültige Abbuchung erfolgte aus technischen Gründen erst am Aufenthaltsende)…“

 

Wozu benötigte man hier eine „Systemumstellung“, wenn die Konditionen bereits entsprechend lauteten? Ging man abweichend zu den seinerzeit bestehenden Konditionen vor und belastete sofort? Abgesehen davon bedeutet diese Regelung keinen Vorteil für den Aktionär. Sollte hier eventuell noch die Möglichkeit bestanden haben durch rechtzeitige Übertragung kurzlaufender Punkte, vor endgültiger Belastung, dem Konto übertragene oder zugekaufte Punkte zuzuführen, dann wäre dies jetzt eher eine Verschlechterung.

 

Was bringt diese Regelung dem Aktionär, wenn die Punkte ab dem Buchungszeitpunkt „blockiert“ werden und am Aufenthaltsende erst belastet werden? Die Punkte müssen zum Buchungszeitpunkt vorhanden sein und sind dann nicht mehr verfügbar. Welches Wortspiel dabei betrieben wird, es ändert nichts an den Gegebenheiten. Der Sinn dieser Maßnahme ist so nicht ganz überschaubar. Bis jetzt hat das Unternehmen aber nie etwas durchgeführt aus dem sich keine Vorteile für Hapimag ergaben.

 

Diejenigen Aktionäre die bereits zum Buchungsbeginn buchen halten weiter monatelang, möglicherweise bis zu ca. acht Monaten, Punkte vor, egal ob diese nun blockiert oder abgebucht sind. Die Platincardinhaber dann noch weitere vier Wochen zusätzlich, also bis zu ca. neun Monaten, wenn diese den vorgezogenen Buchungsbeginn nutzen.

 

Würde man jetzt sinngemäß von den Ausführungen im Schreiben vom 07.01.2010 ausgehen, „Die Umstellung bedeutet für Sie, dass Ihnen die Punkte erst nach Ende Ihres Aufenthalts und nicht bereits bei der Reservierung des Apartments abgebucht werden“, dann könnten eigentlich noch kurz vor dem Urlaubsbeginn Punkte zugekauft und übertragen werden um die Belastung auszugleichen. Dies könnten dann auch Punkte mit kurzer Laufzeit sein. Die Blockierung der gebuchten Punkte schließt dies aber aus. Was soll dann dieses Wortspiel?

 

Hinzuweisen ist auch auf den Flyer „Prämien 2010“ und dabei auf: „Mit einem Produkt, das Sie bei einem offiziellen Hapimag Repräsentanten gekauft haben, erhalten Sie die HapimagCard.“ Stellt sich zunächst die Frage, ob es inoffizielle Hapimag Repräsentanten gibt, dann weiter die Frage nach der Klassengesellschaft Hapimag. Diese wird durch die Ausführungen in diesem Heft unter „Prämien für mehr Nutzen“ aufgeführt. Es fehlt dort allerdings die Spalte für Aktionäre die eine Hapimagaktie nicht über „einen offiziellen Hapimag Repräsentanten“ kauften, sondern zum Beispiel direkt von einem anderen Aktionär und deren Aktie ebenso von Hapimag umgeschrieben wird wie die Aktien die über freie Aktienverkäufer den Eigentümer wechseln und die in einigen Fällen Hapimag noch zusätzliche Gebühren bringen, aber noch weniger Nutzungsmöglichkeiten haben als der Besitzer einer Bronzecard.

 

Der Gipfel des Unmöglichen ist aber die Ankündigung von Hapimag, dass Sie an „jeder Adresse ein Erlebnisberater“ unterstützen wird um „Ihren Aufenthalt ganz individuell nach Ihren Bedürfnissen gestalten zu können.“ Abgesehen davon, dass diese Maßnahme wohl kaum nebenkostenneutral sein wird und somit die Nebenkosten vor Ort weiter erhöht, dieses Unternehmen traut Ihnen nicht einmal zu, dass Sie in der Lage sind Ihren eigenen Urlaub selbst zu regeln. Hapimag nimmt Sie an die Hand und stellt Ihnen ein „Kindermädchen“ zur Verfügung.

 

Das Anforderungsprofil an einen „Erlebnisberater“ kann aus den entsprechenden Stellenangeboten entnommen werden. „Sie zeichnen sich durch eine selbständige und strukturierte Arbeitsweise aus, haben  Organisationstalent, beweisen in jeder Situation Belastbarkeit. Ihr Profil: abgeschlossene Ausbildung, zielstrebig und teamorientiert, zeigen Eigeninitiative und sind flexibel, sehr gute soziale Kompetenzen, Improvisationstalent, begeisterungsfähig, fundierte Kenntnisse der Region, Überblickswissen zum Land.“

 

Offensichtlich ist der Urlaub mit oder bei Hapimag, bzw. deren Urlaubsorten, so schwierig und unübersichtlich, dass es eines Beistands, wohl, wie beschrieben, eines Rund-Um-Talents, bedarf. Bei den ständigen Änderungen und den sich immer schneller einstellenden fixen Ideen der Unternehmensführung kann es natürlich Probleme bringen den Urlaub so zu gestalten wie Hapimag sich dies wünscht und gerne hätte oder vorgeben möchte. Also doch kein Individualurlaub, sondern ein Urlaub nach Vorgaben des Hauses Hapimag, mit entsprechender Hilfestellung und Anleitung für uneinsichtige Mitglieder? Was traut dieses Unternehmen seinen Aktionären noch alles nicht zu? Vor allen Dingen wer soll dieses alles bezahlen? Natürlich Sie als der Aktionär, so kann Hapimag selbstverständlich ständig neue Neuausrichtungen veranstalten, die Rechnung dafür bekommen Sie am Urlaubsende, unabhängig davon ob Sie die Dienstleistungen nutzten oder nicht.


Leitsatz zur Arbeit bei Hapimag

(2010-03-07)

 

Auf der Internetseite des Unternehmens war unter anderem unter „Hapimag Kultur - Leitsätze zur Arbeit bei Hapimag“ - „Benefits, die sich auszahlen“ zu lesen:

 

Es ist unser Ziel, unseren Mitgliedern erstklassige Dienstleistungen anzubieten. Für die Mitarbeiter sind wir eine fortschrittlicher und attraktiver Arbeitgeber.“

 

Unter „Benefits“ soll man wohl verstehen: Beihilfe, Leistungen, Unterstützung, Unterstützungsleistungen, Vorteile, Zuschüsse?

 

Sie als Aktionär zahlen dafür Jahresgebühren und Nebenkosten, in beträchtlicher Höhe, bekommen aus den übrigen zahlreichen Einnahmequellen, die dadurch möglich wurden, dass Sie eine Aktie zeichneten oder ein anderes Produkt des Hauses kauften und damit Geld zur Verfügung stellten, des Unternehmens keine Dividende, zumindest ist es aber das Ziel des Unternehmens: „unseren Mitgliedern erstklassige Dienstleistungen anzubieten“

 

Messen wir Hapimag zu dieser Aussage, dort insbesondere den Unternehmensteil Baar, an dem was wir diesbezüglich vorfinden.


Gestaltungsmöglichkeiten und Bewertungen

(2010-03-10)

 

Ca. Mitte Dezember 2009 begann bei Hapimag eine Systemumstellung um eine Softwareerneuerung durchzuführen. Danach ging zunächst über einen Monat nichts, Mitte Februar 2010, zwei Monate danach, teilte das Unternehmen einem anfragenden Aktionär auf dessen Frage zu einem simplen Sachverhalt mit, dass er erst später eine konkrete Antwort erhalten würde, da aufgrund der Systemumstellung jetzt eine Antwort nicht möglich sei.

 

Hapimag teilte zur Systemumstellung in anderem Zusammenhang unter anderem mit, dass: „…Aus den verschiedensten Gründen (z.B. veraltete Technologie, Anpassung an neue Technologie, keine Wartung mehr für Altsysteme, neue funktionale Möglichkeiten etc.) war es erforderlich, dass bei Hapimag die gesamte Softwarelandschaft erneuert werden muss…“

 

„…Das Projekt der Software Erneuerung läuft seit etlichen Jahren und der Gesamtaufwand hat mehrere Millionen Euro betragen (in den Geschäftsberichten ausgewiesen)…“

 

Wozu wird ein Betrag von mehreren Millionen in einem Unternehmen, welches nur Ferienwohnungen vermietet, fällig nur um eine funktionierende Datenverarbeitung aufrecht zu erhalten, möglicherweise erst einzurichten? Irgendwelche Relationen können hier doch wohl nicht stimmen? Offensichtlich ist hier aber kein „Fall“ wie der andere und die Geschäftsvorgänge dieses Unternehmen bestehen wohl aus zahlreichen, offensichtlich viel zu vielen, Einzelfällen.

 

Gehen wir einmal von folgendem Beispielsachverhalt aus und das System Hapimag schafft es nach der Systemumstellung hoffentlich alles auf Reihe zu bekommen:

 

Ein Aktionär besitzt zum Beispiel vier Aktien die vor Jahren über Hapimag erworben wurden, zwei Aktien davon sind seit Jahren zum satzungsgemäßen Rückkauf angemeldet. Zwei Aktien wurden 2009 auf dem freien Markt hinzugekauft, weitere zwei Aktien wurden ebenfalls 2009 im Rahmen eines Sonderprogramms über einen Hapimagrepräsentanten erworben. Gesamtaktienbestand somit acht Aktien.

 

Damit befindet er sich bei Hapimag in vier verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten oder Rechtskreisen und Bewertungen:

 

Zwei Aktien zum Rückkauf angemeldet, folglich kein Zukauf von Punkten möglich, keine Übertragung von Punkten an andere Aktionäre,

 

zwei Aktien berechtigen zur Teilnahme an sämtlichen Möglichkeiten im Rahmen der Vorgaben,

 

für zwei Aktien gibt es keine Hapimagcard, diese unterliegen somit den entsprechend eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten,

 

die zugekauften Aktien sind Ferienaktien 21, im Gegensatz zu den übrigen Aktien, mit den entsprechenden Rechten und Zugang zu sämtlichen Möglichkeiten, auch in Bezug auf die Rückgabe.

 

Ab acht Aktien wird eine Platincard zugeteilt, mit den entsprechenden Vergünstigungen, der Aktionär besitzt in diesem Fall zwar acht Aktien, für sechs Aktien aber nur die Berechtigung zur Anrechnung auf die Hapimagcard.

 

Was geschieht nun im Fall einer Urlaubsbuchung? Die Punktebelastungen werden im Rahmen der Verfalldaten durchgeführt, zunächst die als nächstes verfallenden Punkte usw. 

 

Wie berücksichtigt nun aber Hapimag die Rechtsstellung der verschiedenen Punkte, bei Urlaubsbuchung, Punktezukauf, Punkteverkauf, Übertragung, Nutzung von Sondermöglichkeiten usw. usw.? Wenn die Punkte nicht ausreichen, für welche Aktien werden Punkte vorgeholt? Möglicherweise wurden Punkte zugekauft, welchen Aktien werden diese zugeordnet, wenn nicht für jede Aktie Zukäufe erfolgen bzw. möglich sind? Was passiert mit Gutschriften für getätigte Umsätze, wenn hier aus den verschiedenen Bereichen Punkte für eine Urlaubsreise eingesetzt wurden, möglicherweise aus allen vier Bereichen. Will man dann den Umsatz im Hapimagrestaurant für das Schnitzel für ca. 15,50 EUR entsprechend aufteilen, ggf. vielleicht auch den morgendlichen Brötcheneinkauf? Was wird, wenn durch die Umsatzhöhe zusätzliche Punkte verteilt werden oder ein höherer Status möglich ist?

 

Interessant wird es aber erst dann, wenn dieser Aktionär noch ein Punktepaket Residence-Free kauft, noch über Reste aus einem alten Ferienpaß verfügt aus dem er auch Nebensaisonpunkte einsetzen kann, ein Feridence-Produkt abarbeitet und die Umstellung einer Altaktie auf die Ferienaktie 21 beantragt. Sollte er dann noch über eine B-Aktie verfügen und die daraus resultierenden Nebensaisonpunkte nutzen und über die Hapimagvermittlung eine seiner Aktien verkaufen und damit die Gesamtaktienanzahl wieder reduzieren, die darauf verbliebenen Punkte dahingehend nutzen um einen Teil davon über den Punktekiosk zu verkaufen und dies über eine dort nicht vorgesehen Bankverbindung in einem vom Softwareprogramm dafür nicht vorgesehenen Land, dann wäre das Chaos wohl perfekt, da würde wohl jede Software eventuell Probleme bekommen.

 

So kompliziert wird es, wenn ein Unternehmen ständig neue Ideen benötigt, diese einführt, ohne über die Folgen nachzudenken und keine klare Linie fährt, denn dieses System muss neben vielen anderen in einem Unternehmen anfallenden Abläufen auch noch die Kassenabrechnungen der einzelnen Urlaubsorte verarbeiten, Internetanschlüsse der einzelnen Ferienwohnungen, - zwanzig Euro/Woche für ein lahmes veraltetes Modem -, laufen auch über Baar usw. usw.

 

Kein Wunder, dass Millionen benötigt werden um hier eine Systemumstellung bzw. ein funktionierendes System auf den Weg zu bringen, auf dessen Abschluss wir wohl noch eine Weile warten müssen, wenn es denn überhaupt gelingt. Möglicherweise ein Fass ohne Boden und nach der Systemumstellung ist dann vor der Systemumstellung.

 

Das alles um Ferienwohnungen zu vermieten. Was soll der Aktionär noch alles bezahlen? Der Moloch Baar kostet dem Aktionär mehr als er einbringt und viel mehr als er sich leisten kann und will, eigentlich auch nicht muss, denn andere Unternehmen gestalten dies durchaus effektiver. Die Verwaltungskosten und sonstigen Kosten dieses Apparats stehen schon lange in keinem Verhältnis mehr zum Unternehmenszweck - Vermietung von Ferienwohnungen. Man muss sich dies einmal auf der Zunge zergehen lassen, für nur ca. 139.000 Aktionäre und knapp 60 Ferienanlagen wird dieser Aufwand betrieben. Dies zu ändern, da sind Ideen gefragt, nicht um ständig neue Ziele zu verkünden die lediglich der Selbstverwirklichung gewisser Kreise in Baar dienen und ausnahmslos zusätzliche Kosten verursachen. Das Unternehmen wurde geschaffen um an die Aktionäre eigene Ferienwohnungen zu günstigen Konditionen zu vermitteln, nicht um Beschäftigungsmaßnahmen für eine offensichtlich viel zu große Verwaltung zu ermöglichen, die schon heute ohne Probleme dazu in der Lage sein könnte sich mit sich selbst zu beschäftigen und dadurch ausgelastet ist ohne Aufträge von außen zu erhalten.


Mit einem Urlaub bei Hapimag werden für die Steuer Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt

(2010-03-22)

 

Manche benötigen eben etwas länger. Hapimag auch, denn die hier schon seit Jahren, mindestens 2006, diskutierte, 2008 dann endgültig verabschiedete und dann ab Jahresanfang 2009 eingeführte Änderung der deutschen Steuergesetzgebung, die dann für die Steuerklärungen des Vorjahres zu erklären ab 2010, für die meisten relevant wurde, wonach Werbungskosten über die Pauschalbeträge hinaus bei Kapitaleinkünften nicht mehr berücksichtigt werden, kam bei Hapimag erst jetzt an.

 

Die Feststellung im Hapimagschreiben von Anfang März 2010 wonach: „Unsere Überprüfung wird wahrscheinlich einen geringeren Steuerwert ergeben“, klingt wohl eher nach dem Rufen im Wald oder unrealem Wunschdenken als nach einer sachgerechten Einschätzung der Rechtslage die in zahlreichen Fachkommentaren und Informationsschriften mittlerweile allgemeiner Erkenntnisstand ist und jetzt wohl nur noch von Hapimag in Zweifel gezogen wird.

 

Betrachten wir auch einmal auszugsweise einige wenige Vergleichsmieten die Hapimag in den vergangenen Jahren für seine Aktionäre bestätigte und die das Finanzamt akzeptierte. Woraus ergibt sich dann ein Änderungsbedarf, wenn bis dato alles seine Richtigkeit hatte und keine Probleme damit auftraten.

 

Ein Unternehmen welches sich mindestens einen Vier-Sterne-Standard selbst bescheinigt, in seiner Wortwahl nur in der Lage ist die Qualität der Ferienwohnungen so glorifizierend darzustellen, dass dem Leser staunend die Worte fehlen und welches Wohnungen an einigen Ferienorten direkt an Urlauber zu Preisen vermietet die grundsätzlich im dortigen oberen Durchschnitt liegen (das „Hotel Hapimag“ zum Beispiel in Winterberg wurde im Internet für 77,00 EUR/Nacht angeboten), teilt nun mit, dass sich bei einer Überprüfung „möglicherweise ein geringerer Steuerwert ergeben wird.“ Was hat man dann bisher bescheinigt und was darf man unter einer Vergleichsmiete verstehen? Woraus ergibt sich der neue Erkenntnisstand der demnach zu niedrigeren Steueransätzen führen soll? Warum traf dies bisher nicht zu? Da bezüglich der Bewertung keine Änderung der Steuergesetze erfolgte, warum wurden dann nicht schon in den Vorjahren die bescheinigten Werte nach unten korrigiert, wenn hier offensichtlich Handlungsbedarf bestand?

 

Sehen wir uns einige wenige dieser bescheinigten Vergleichsmieten an, dann wiesen diese Unterlagen, für eine Zwei-Zimmer-Komfort-Wohnung, eine Woche, zum Beispiel im Mai 2005 für Saalbach/Österreich, eine Vergleichsmiete von 14,00 EUR aus.

 

Für Mas Nou/Spanien wurde eine wöchentliche Vergleichsmiete im Frühjahr 2004 von 33,00 EUR bestätigt. Für Budapest lag dieser Wert für eine Wohnung in der besten Lage, im Burgviertel, einige hundert Meter von der Fischerbastei entfernt und nicht im Sanierungsgebiet, im November 2007 bei 341,00 EUR.

 

Selbst wenn man für diese Orte von Vergleichsmieten für Sozialwohnungen ausgeht und nicht von Komfortwohnungen des gehobenen Standards, erscheinen diese von Hapimag festgestellten Vergleichsmieten nicht überhöht. Hier will man nun möglicherweise noch geringere Steuerwerte bescheinigen. Vielleicht bekommen wir dann eine Verlustzuweisung für einen Urlaub in einer Hapimagferienwohnung?


Rettung der Welt

(2010-04-08)

 

„Wer oder was rettet die Welt?“, so lautete sinngemäß die Überschrift einer Pressemitteilung des Unternehmens Hapimag, verbreitet über „prcenter.de“. Wir wussten es schon immer, wenn überhaupt jemand dieses schafft und dazu in der Lage sein kann, dann kann es nur Hapimag sein. Die Möglichkeiten dieser Firma sind grenzenlos. Man schreckt dort vor nichts zurück.

 

Ein Forum Lebensqualität und Nachhaltigkeit an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften „widmete sich den Konfliktfeldern zwischen dem Streben nach mehr Lebensqualität und dem Bemühen um eine nachhaltige Entwicklung“. Das jährlich stattfindende Forum ist eine Initiative der Hapimag AG. Sechs Referenten aus Deutschland und der Schweiz diskutierten unterschiedliche Sichtweisen. „Des Brot ich ess, des Lied ich sing…“, wir kennen dies von derartigen Veranstaltungen. Der Unterhaltungswert ist wohl meistens gering für den Normalverbraucher.

 

Kurt Scholl, CEO der Hapimag, äußerte seine Überzeugung, „dass ein intelligenter Lebensstil, der Lebensqualität und Nachhaltigkeit in sich vereine, unternehmerisch umsetzbar sei und kein Zielkonflikt darstelle“. „Das Hapimag System sei eine ökonomisch aber auch ökologisch sinnvolle Alternative zur klassischen Zweit- bzw. Ferienwohnung.“

 

Genau diese Entwicklung ist die Grundlage der nachhaltigen Unternehmensmodelle zweier beim Forum vorgestellter aktueller Beispiele aus der Wirtschaft. Nutzen statt besitzen, so lautet demnach die Maxime sowohl der Mobility CarSharing als auch der Hapimag AG. Hapimag eine ideologische Idee? Befinden wir uns nun wieder auf den Spuren von Karl Marx? Der Kommunismus wurde doch vor einigen Jahren abgeschafft? Er funktionierte letztendlich doch nicht, die Ursprungsidee war wohl gut, die Ausführung wies aber erhebliche Schwächen auf und führte zum Kollaps. Bei Hapimag hat man die ursprünglichen Ideale auch schon lange an die Seite gedrängt, besser ist trotzdem nichts geworden und das derzeit praktizierte System bewegt sich ebenfalls auf den Punkt der Wahrheitsfindung zu. Zumindest wurde der Zenit schon lange überschritten, denn der Verkauf neuer Hapimagaktien findet nur noch in homöopathischen Mengen statt.

 

Was können nun Carsharing und Nutzung einer Ferienwohnung eventuell gemeinsam haben? Es ist so als ob Sie eine Kuh leasen, diese aber nur zu den Zeiten melken dürfen, wenn dies der Vertrag vorsieht und zu den vorgegebenen Mengen, Sie dafür aber noch zusätzlich zahlen müssen, obwohl Sie den Einstiegspreis bereits entrichteten. Dies ist dann eine nachhaltige Entwicklung, natürlich für den Anbieter, für diesen ist dies auch ökonomisch sinnvoll, denn es klingelt kräftig in dessen Kasse, ökologisch deshalb, weil nur scheibchenweise die Nutzung bewilligt wird, von vielen genutzt werden kann und somit viele Zuwendungen vom Anbieter eingesammelt werden können. Siehe Punktesystem Hapimag, Nebenkosten und Jahresgebühren, die dort bei Nutzung einer Ferienwohnung anfallen bzw. verbraucht werden.

 

Sie fahren also dann Auto oder Nutzen eine Ferienwohnung, wenn Sie entweder schnell genug sind um vor den anderen berücksichtigt zu werden, oder Sie nehmen die Zeiten zur Nutzung die die anderen Ihnen übrig lassen, ggf. verzichten Sie dann zwangsweise ganz, weil kein Angebot mehr vorhanden ist, zumindest kein Angebot welches Ihnen zusagt. So kann man das ökonomische Prinzip auch neu definieren. Es kommt nur darauf an wer es gebrauchen kann.

 

Ob es einer nachhaltigen Entwicklung entspricht, wenn Ihr Unternehmen Hapimag nun Gelder für ein derartiges Forum ausgibt, und ob Sie dies ökonomisch für sinnvoll halten, bleibt Ihnen überlassen, auch der heiße Wind der dort produziert wurde braucht Sie nicht zu tangieren, denn dieser dürfte ökologisch keinen Schaden angerichtet haben. Somit alles im Sinn des Forums. Hoffentlich haben Sie auch verstanden, das Hapimag eine Vision ist, und wir uns glücklich schätzen dürfen daran teilnehmen zu können, auch wenn ich persönlich vieles davon nie begreifen werde. Die Visionäre gehörten aber schon immer zu denjenigen die nie verstanden wurden, schon gar nicht von denen die die Rechnung dafür zahlen mussten und für die die Gegenleistung meist marginal ausfällt.

 

Der Grat zwischen Vision und Scharlatanerie ist ohnehin sehr schmal. Zumindest hat dieser Verwaltungsrat des Unternehmens Hapimag und diese Geschäftsleitung den Aktionären schon kräftig mitgespielt, und ein Ende dieses Spiels ist nicht absehbar. Von der ursprünglichen Idee Hapimag ist kaum noch etwas zu erkennen und die bisher umgesetzten Visionen reichten häufig nur einen Sommer lang, also sehr kurzlebig, dann war die nächste Vision fällig. Warten wir es also ab und zahlen weiter, denn vielleicht findet man in Baar eines Tages nach zahlreichen Versuchen doch noch die richtige Vision.


Durch welche Krise steuerte Hapimag?

(2010-04-12)

 

Haben Sie den ausführlichen Hapimaggeschäftsbericht schon angefordert? Abgesehen davon, dass dieser laut Ankündigung erst ab Ostern zur Verfügung stand, Wochen nach der Einladung zur Generalversammlung, im Gegensatz zu dem fast zeitgleich zur Einladung ins Internet gestellten Zahlenfriedhof, mit dem kaum jemand etwas anfangen kann. Wer liest sich schon einen Geschäftsbericht im Internet, denn dieser Vorgang dient nicht der Information sondern ist nur unübersichtlich und verschleiert mehr als er offen legt? Die Informationsfreude lässt allerdings auch bei der schriftlichen Version in vielen Punkten zu wünschen übrig.

 

Ein Interessent der um Zustellung eines Geschäftsberichts bat erhielt folgende Antwort: „…Gerne habe ich Ihnen den Geschäftsbericht für 2009 ausgelöst. Da die Post extern versendet wird, werden Sie diesen in den nächsten 14 Tagen erhalten…“ Eingang frühestens somit zum Termin der Generalversammlung.

 

Originaltext Hapimag: „Als internationales Unternehmen und führender europäischer Anbieter von Ferienwohnrechten trägt Hapimag Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Diese Verantwortung nehmen wir wahr. Wir fühlen uns der Öffentlichkeit verpflichtet. Deshalb kommunizieren wir offen und klar.“

 

Die „Credit Suisse“, ein wirklich großes Schweizer Unternehmen, legt gesondert einen Freiumschlag bei um Informationsunterlagen, so zum Beispiel auch den Geschäftsbericht, separat anfordern zu können. Innerhalb einer Woche, ab Absendung der Anforderung, sind die erbetenen Unterlagen beim Aktionär. Es gibt zahlreiche Unternehmen, auch in der Schweiz, die einen ausführlichen Geschäftsbericht an die interessierten Aktionäre ohne Anforderung senden, oft schon analog zur Bilanzpressekonferenz, immer aber Wochen vor dem Generalversammlungstermin. Einmal angefordert bedarf es bei diesen Firmen in den Folgejahren keiner erneuten Bittstellung, wie bei Hapimag. Quartalsberichte und sonstige Informationen im Laufe des Geschäftsjahrs zur Geschäftslage sind bei diesen Unternehmen ebenfalls kein Thema und werden ohne weitere Anforderung zugesandt.

 

Die „Credit Suisse“ zum Beispiel bietet mit einem Freiumschlag sogar die Möglichkeit die Vollmacht für den unabhängigen Stimmrechtsvertreter, ggf. einschließlich der Weisungen, direkt dem Stimmrechtsvertreter zuzusenden und nicht wie bei Hapimag üblich, Versand dieser Unterlagen an das Unternehmen und durch dieses dann die Weitergabe der aufbereiteten Daten an den Stimmrechtsvertreter. So funktioniert eine unabhängige Beauftragung eines unabhängigen Stimmrechtsvertreters, ohne eventuelle Zweifel an dessen Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. Der Schweizer Gesetzgeber dürfte hier wohl gefordert sein, ein Unternehmen welches aber etwas auf sich hält, weiß offensichtlich wie man bezüglich der Stimmrechtsvergabe vorgeht. Dort hat man offensichtlich keine Probleme mit mündigen Aktionären. Wer kontrolliert aber den unabhängigen Stimmrechtsvertreter?

 

Bei Hapimag dauerte es dann letztendlich aber auch nur eine knappe Woche bis der Geschäftsbericht eintraf, mehr darf man nicht erwarten. Betrachten wir diesen oberflächlich wohl eher, dank zumindest nicht erkennbarer gravierender Vorgänge, ereignislosen Bericht in einigen wenigen Punkten etwas näher, dann fällt zunächst nur die Aussage auf wonach Hapimag ein „schwieriges wirtschaftliches Umfeld“ erwartete und das Hapimag den „Unwägbarkeiten der Krise deutlich weniger ausgesetzt sein würde“. „Hapimag steuert sicher durch die Krise“. Man muss kein Prophet sein um diese Aussage zu tätigen und auch kein „einschlägiges Lehrbuch der Betriebswirtschaft“ gelesen haben. Was wollte man denn sonst tun bei den gegebenen Voraussetzungen? Was kann man von einem Unternehmen erwarten, welches den Gegebenheiten des freien Marktes nur bedingt ausgesetzt ist und welches von der freien Marktwirtschaft nur als Außeneinwirkung tangiert wird. Die Hapimagmitglieder sind zur Nutzung ihrer Aktien „verdammt“ und müssen die Jahresgebühr zahlen ob die angebotenen Möglichkeiten genutzt werden oder nicht, dass es etliche nicht tun sehen wir auch dieses Jahr wieder an der gestiegenen Zahl der durch Nichtnutzung verfallenen Punkte (302.937 Wohnrechtspunkte - plus ca. 5,8 % gegenüber Vorjahr). Offensichtlich ist dieses aber auch dem Unternehmen dienlich, denn so muss erheblich weniger Wohnraum vorgehalten werden. Hochgerechnet kann so auf mindestens zwei mittelgroße Anlagen verzichtet werden. Die verfallenen Punkte sind über die Jahre zu einer ständig steigenden Größe geworden, mit der fest gerechnet werden kann.

 

Hierzu fehlt im Geschäftsbericht die Information, ob für die Punkte die Jahresgebühren bezahlt wurden, bzw. in welcher Höhe Forderungen von Hapimag an Aktionäre für nicht bezahlte Jahresgebühren offen stehen und seit wann. Der Aktionär kann bezüglich der Außenstände eine Gleichbehandlung erwarten. Wenn Hapimag diese Forderungen nur zögerlich einbringt, warum soll dann nicht jeder die in der Praxis gewährten Zahlungsziele in Anspruch nehmen können?

 

Für das Unternehmen bedarf es auch normalerweise keiner Tätigkeit einen neuen Aktieneigentümer für im Umlauf befindliche Aktien zu suchen, es sei denn der aussteigende Aktieneigentümer wünscht dies, denn aussteigen kann bei Hapimag nur wer einen neuen Käufer „liefert“. Dieses Prinzip erfährt zwar durch die Ferienaktie 21 dahingehend eine Modifizierung, dass dort, was die Praxis erst noch zeigen muss, ein wirkliches Kündigungsrecht besteht, mit der Einschränkung, dass auch dort pro Jahr nicht mehr Aktien zurückgenommen werden als pro Jahr verkauft wurden. Welche Aktien kommen dabei in die Wertung? Das unternehmerische Risiko für Hapimag ist also arg begrenzt und eigentlich auf eigene Fehleinschätzungen beschränkt, diese lassen sich aber recht gut durch Veränderung der Höhe der Jahresgebühren und Nebenkosten weiterreichen. Falls alles schief geht wird dann gegebenenfalls Sachanlagevermögen verkauft. Bis heute lief und läuft bei Hapimag vieles falsch, dies ist allgemein bekannt.

 

Neue Aktionäre die die Aktien nicht über Hapimag kauften werden mit schlechteren Konditionen bedient, denn eine Hapimagcard erhalten nur neue Aktienbesitzer die ihre Aktien über Hapimag erwerben.

 

Dieses Unternehmen verfügt über feste konstante Einnahmen, es besteht die Möglichkeit die Preise monopolartig selbst festzulegen und eigentlich die Höhe des eigenen Gewinns nur durch eigene Fehler oder Fehlberechnungen negativ zu beeinflussen. Auch dieser Geschäftsbericht enthält keine Angaben zur Auslastungen einzelner Objekte, nachvollziehbare Ausführungen zur Höhe der Jahresgebühren, keine Einzelnachweise zur Ermittlung der Nebenkosten je Objekt und auch keine Berechnung des Substanzwertes, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Der Aktionär der sich einmal für dieses Unternehmen entschieden hat, hat damit keine marktgerechte Entscheidungsmöglichkeit mehr, nur die der Nichtnutzung, die Jahresgebühren werden dann aber trotzdem fällig. Selbst die Möglichkeit des Verkaufs der zugeteilten Punkte wurde durch das Unternehmen beschränkt, da deren Zukaufmöglichkeit durch andere Aktionäre erheblichen Restriktionen unterliegt. Wie wir dieser Tage sehen können liegen die erzielten Erlöse bei ebay derzeit bis zu ca. dreißig Prozent unter denen des Vorjahres. Die teilweisen Mondpreise des hauseigenen Punktekioks sind als Wertmaßstab nicht zu gebrauchen. Will ein Aktionär seine Mitgliedschaft ganz aufgeben, muss er ein neues Mitglied „liefern“ und auch daran verdient dann noch das Unternehmen recht ordentlich. Wie groß kann dabei ein unternehmerisches Risiko sein? Die unternehmerische Tätigkeit ist auf die eines Bestandsverwalters beschränkt.

 

Die Aussage zu 2009, wonach die „erfreuliche Entwicklung im operativen Geschäft wurde 2009 dank des starken Euro nicht durch Währungsverluste geschmälert“ spricht für sich. Erinnern wir uns nur an die Ausführungen des Verwaltungsrats zum „Teuro“ auf den Generalversammlungen des Unternehmens. Immer wie man es gebrauchen kann. Gegenüber 2008 lagen die Währungsverluste um ca. 2.256 TEUR niedriger, das Endergebnis lag aber nur um ca. 1.560 TEUR besser und dies trotz der angesprochenen niedrigeren Währungsverluste und einer Umsatzsteigerung um ca. 6.165 TEUR. In dieser Umsatzsteigerung enthalten sind ca. 3.647 TEUR lokale Kostenbeiträge, früher Nebenkosten. Diese stiegen um ca. 11,8 %, obwohl nach Angaben im Geschäftsbericht die Auslastung um ca. 1,2 Prozent zurückging. Kräftige Kostensteigerungen wurden somit wohl im Unternehmen durchgesetzt. Trotzdem ist das EBIT niedriger als im Vorjahr, es sank um ca. 307 TEUR auf ca. 2.365 TEUR

 

Die Einnahmen aus Jahresbeiträgen Aktien stiegen ebenfalls um ca. 1.417 TEUR. Somit relativiert sich die Umsatzsteigerung schon, da von den ca. 6.165 TEUR ca. 5.064 TEUR aus „Zwangsabgaben“ resultieren deren Höhe das Unternehmen jährlich neu festlegt und insbesondere bei den Nebenkosten häufig kräftig erhöhte.

 

So betrachtet blieb dann wohl doch erheblich zu wenig übrig und es stellt sich die Frage, wo blieben die zusätzlich vereinnahmten Beträge die die Aktionäre zahlten?

 

Im Geschäftsjahr 2009 wurden 6.238 Aktien verkauft. Neue Aktien, aus der letzten vor Jahren durchgeführten Kapitalerhöhung, davon waren aber nur 1.252, der Rest waren Vermittlungsaktien, also Aktien die bereits im Aktionärseigentum standen. Im Vorjahr wurden noch 1.445 neue Aktien verkauft. Es dürfen somit nur ca. 125 aussteigewillige Aktionäre die ihre Aktien, wohl vor Jahren, nach der satzungsgemäßen Zehnprozentregelung zum Rückkauf anmeldeten, auf Berücksichtigung hoffen? Auf dieser Liste standen vor einigen Jahren noch weit über zwanzigtausend Aktionäre, aktuelle Zahlen hierzu wurden nicht mehr veröffentlicht.

 

Die erzielten Erlöse für eine Aktie gingen von 4.864 EUR auf 4.241 EUR zurück. Trotz des stückzahlmäßigen höheren Aktienverkaufs reduzierte sich die Anzahl der Hapimagmitglieder auf 138.841 gegenüber 139.270. „Das Unternehmen schmort im eigenen Saft“. Im Umlauf befinden sich jetzt 257.907 Aktien (Vorjahr: 256.596). Der Marketingaufwand lag bei ca. 14.418 TEUR (Vorjahr: 12.747 TEUR), Steigerung: 13,1 Prozent. Trotz dieses zusätzlichen Aufwands keine Steigerung der Mitgliederzahl und wohl seit Firmengründung die niedrigste Ausgabe von Aktien die erstmals übernommen wurden.

 

Insgesamt wurden in 2009 ca. 3,505 Mio. Wohnrechtspunkte abgewohnt, 2008 waren dies ca. 3,449 Mio. Wohnrechtspunkte, Steigerung 1,6 Prozent. Die Auslastung ging jedoch laut Geschäftsbericht um 1,2 Prozent zurück. Entweder wurden punktemäßig stärker belastete Objekte oder Zeiten gewählt in denen die Punktebelastungen allgemein höher waren. Trend zur Hauptsaison? Warum sollen die teuren Wohnrechtspunkte auch für Nebensaisonzeiten genutzt werden, deren Start immer später liegt? Die Neuregelung der Saisonzeiten bringt kaum Vorteile, es wurde nur die Möglichkeit geschaffen zum Wohle des Unternehmens nicht nachvollziehbare Differenzierungen vorzunehmen. Diesem Zweck dürfte wohl auch die Multiplikation der Punkte gedient haben?

 

Laut Hapimag war der Belegungsrückgang hauptsächlich bei den „klassischen Flugdestinationen und weiter entfernt gelegenen Adressen zu beobachten“ Wen wundert dies, dieser Trend dürfte sich verstärkt fortsetzen, denn der Altersdurchschnitt der Hapimagaktionäre wird nicht geringer und die noch vorhandenen Hapimagferienstandorte liegen weit entfernt und dies bei steigenden Flug- und Anreisepreisen. Der Urlaub mit Hapimag wird dadurch auch nicht billiger, denn nicht alle Hapimagferienorte sind von allen Flughäfen aus, insbesondere zu allen Jahreszeiten, direkt zu erreichen.

 

Die Investitionssumme für das neue Objekt in Hörnum mit 151 Wohneinheiten betrug ca. 35 Mio. EUR, somit entfallen auf eine nutzbare Einheit ca. 231.788 EUR. Insgesamt verfügt Hapimag über 5.648 Wohneinheiten, zur Verfügung stehen davon derzeit 5.200 Einheiten, 448 Einheiten (ca. 8 Prozent) werden somit nicht genutzt. Vorjahr 5.105, Hörnum brachte damit 95 zusätzliche nutzbare Wohnungen. Womit hat Hapimag diese neue Wohnanlage finanziert? Mit den in 2009 neu verkauften 1.252 Aktien wohl kaum, ebenso wohl auch nicht wenn man die neu im Vorjahr verkauften 1.445 Aktien dazu nimmt? Schon gar nicht, wenn wir den mitgeteilten Aktienverkaufspreis zu Grunde legen.

 

Die Konzernrechnung weist Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 1.779 TEUR, Vorjahr 1.219 TEUR, aus die nicht spezifiziert zuordenbar sind. Diese Beträge stellen aber nur die Spitze des „Eisbergs“ dar, den verbleibenden Rest also, es waren somit wohl weit höhere Beträge im Abgang. Von den stillgelegten Anlagen, Kanzelhöhe, Nystedt, Hok-Yxenhaga und Sörenberg, wurde für Sörenberg für April 2010 der Abschluss eines Verkaufsvertrages angekündigt. Sämtliche Anlagen werden in der Bilanz als voll werthaltig geführt, obwohl diese durch die Stilllegung wohl kaum besser werden dürften. Investitionen in Millionenhöhe werden nicht genutzt.

 

Das Objekt Sörenberg wird nunmehr unter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten geführt, mit 5,635 Mio. EUR. In dieser Größenordnung dürfte dann wohl auch der zu erwartende Verkaufserlös mindestens erhofft werden dürfen. Der Anschaffungswert von Sörenberg lag bei ca. 21.916.000,00 CF, umgerechnet mit einem Durchschnittskurs somit ca. 14,2 Mio. EUR. Sollte nur der derzeitige Buchwert als Verkaufserlös erzielt werden, kann dies nicht ausreichend sein.

 

Der Personalbestand in der Zentralverwaltung wurde auf 193 (Vorjahr: 188) Vollzeitmitarbeiter erhöht. Sinkende Auslastung, erhöhte Mitarbeiterzahl, somit die falsche Richtung. Es werden Wohnrechte an eigene Aktionäre verteilt, also Ferienwohnungen vermittelt. Wofür benötigt man diesen immensen Apparat? Die Personalkosten stiegen auf 48,374 Mio. EUR (Vorjahr: 46,944 Mio. EUR), ca. plus 3,0 Prozent. 1.370 Beschäftigte in Vollzeit. Konzernleitungsmitglieder und Verwaltungsräte erhielten 1,823 Mio. EUR (Vorjahr: 1,533 Mio. EUR), ca. plus 18,9 Prozent.

 

Ein Novum haben wir bei der Hapimagbilanz 2009, die Gewinnreserve weist erstmals seit Jahren, wahrscheinlich seit Firmengründung, ein positives Vorzeichen auf. Lassen wir uns davon aber nicht irritieren. In den vorangegangenen Jahren wurde dafür auch ausreichend Sachanlagevermögen verkauft. Bei diesen Ergebnissen wird es Jahrzehnte dauern bis die Abgänge der Vergangenheit wertmäßig egalisiert werden.

 

Es ist erneut ein Geschäftsbericht der für mich nicht immer durchgängig nachvollziehbar ist und zu dem etliche zusätzliche Erläuterungen sinnvoll und wünschenswert wären. Ein unspektakuläres Jahr für ein im Vereinscharakter geführtes Unternehmen mit ständig wechselnder visionärer Ausrichtung, welches die Kostenseite nicht im Griff hat.

 

2010-04-14

Die Schweizer Reisekasse „REKA“ teilte heute mit: „Hapimag verkauft Liegenschaft an Reka. Die Schweizer Reisekasse Reka kauft von Hapimag, dem Wohnrechtsanbieter, die Ferien-Liegenschaft in Sörenberg (LU). Das neue Angebot in Sörenberg ist eine optimale Ergänzung des bestehenden Reka-Feriendorf-Portfolios und stärkt die Erfolgsposition der Reka als Familienferien-Anbieter. Nach Umbauarbeiten im Sommer wird das neue Reka-Feriendorf an Weihnachten 2010 wieder eröffnet.“

 

2010-04-15

„Neo1 - Mein Radio“ berichtete unter anderem zum Verkauf der Hapimagliegenschaft Sörenberg: „Die Reka investiert 18,2 Millionen Franken in den Kauf und in den Umbau der Liegenschaft.“ Der Anschaffungswert für Hapimag betrug ca. 21,916 Millionen Franken. Viel dürfte dann für Hapimag nicht übrig geblieben sein? Reka hat wohl ein Schnäppchen gemacht?

                                                                               

2010-11-26

Die „Wochenzeitung für das Emmental und Entlebuch“ berichtete unter anderem zur Gemeinde Sörenberg: „…Zudem wird die zweite Zahlung von 750.000 Franken an die Reka für den Kauf des ehemaligen Hapimag-Grundstückes fällig…“


Angemessen?

(2010-05-14)

 

„Swiss IT-Magazine“ berichtete unter anderem und stellte dem „IT-Leiter beim Wohnrechtsanbieter Hapimag in Baar“ die Frage „Wie viele Mitarbeiter zählt ihr Team?“ Antwort: „Alles in allem sind wir 30 Leute. Diese sind aufgeteilt in den IT-Betrieb, der für die Infrastruktur und den First-Level-Support verantwortlich ist. Dann gibt es den Bereich Web, bestehend aus drei Leuten, welche sich um Betrieb, Weiterentwicklung und Beratung des Webauftritts und Intranets kümmern. Und schliesslich haben wir den Bereich Entwicklung, welcher sich bislang um Hapisol kümmerte und jetzt die Arbeit in SAP übernommen hat. Nicht zu vergessen sind zudem die Leute, die sich um Projekte kümmern und quasi die Schnittstelle bilden zwischen den Anwendern und der reinen IT.“

 

„Beim Wohnrechtsanbieter Hapimag kümmert sich ein Team von 30 Leuten in Baar um die IT von über 50 internationalen Resorts“

 

Demnach ca. dreißig Arbeitskräfte für ein Unternehmen welches seinen Aktionären nur Ferienwohnungen zur Nutzung überlässt. Diesen Aufwand zahlen Sie mit über die von Ihnen zu entrichtenden Jahresgebühren. Hinzu kommt natürlich dann noch der weitere Verwaltungsapparat. Der Aufwand der hierfür von den Aktionären zu tragen ist kann nicht verhältnismäßig und angemessen sein.


Generalversammlung - einige Abstimmungsergebnisse

(2011-05-03 / 2012-05-05 / 2013-05-01)

 

2009: „Die Aktionäre von Hapimag haben an der heutigen Generalversammlung in Baar sämtliche Anträge des Verwaltungsrats gutgeheissen und damit der Unternehmensleitung ihr Vertrauen ausgesprochen. Verwaltungsratspräsidentin Dr. Marisabel Spitz orientierte die rund 700 anwesenden Aktionäre und Gäste über die laufenden und zukünftigen Veränderungen im Rahmen der Neupositionierung des Unternehmens…“ So beginnt ein Bericht über die Generalversammlung 2009 verbreitet von  „Corporate Communications“ des Hauses Hapimag.

 

2010: „…Auch allen anderen Anträgen des Verwaltungsrats folgten die Aktionäre mit grosser Mehrheit und sprachen der Unternehmensleitung damit ihr Vertrauen aus…“ „…Hapimag hat sich in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich an den Anforderungen der Zeit und veränderten Bedürfnissen der Mitglieder orientiert und steht heute als modernes Unternehmen da“, hält die Verwaltungsratspräsidentin vor rund 600 Aktionären und Gästen in ihrer Eingangsrede fest…“

 

Das Interesse an dieser „Märchenstunde“ in Baar hat offensichtlich nachgelassen, ca. einhundert Aktionäre weniger in diesem Jahr. Kein Wunder bei diesem sehr geschickt gewählten Termin, kurz vor dem Osterwochenende.

 

Die Zustimmung der Aktionäre sank, bezogen auf die Gesamtzahl der in Umlauf befindlichen Aktien auf ca. 18,94 Prozent der Aktionäre und lag damit

um ca. drei Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres.

 

 

Einige Abstimmungsergebnisse:

(2014-05-09 / 2015-04-27 / 2016-04-24)

 

Genehmigung der Jahres- und Konzernrechnung, Jahresbericht und Bericht der Revisionsstelle:

 

Genehmigung der Jahres-

und Konzernrechnung

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

Aktien Gesamt

238.000

238.000

273.250

273.250

273.250

273.250

273.250

273.250

273.250

273.250

273.250

273.250

.

 

 

                   

Im Umlauf befindliche

Aktien

 

234.910

 

234.910

 

246.119

 

246.119

 

248.097

 

248.097

 

249.517

 

249.517

 

256.220

 

256.220

 

258.218

 

258.218

Davon vertreten in der

Generalversammlung

 

 

 

 

76.939

 

31,26 %

 

51.419

 

20,73 %

 

59.069

 

23,67 %

 

57.815

 

22,56 %

 

60.919

 

23,59 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustimmung

 

 

56.162

73,00 %

34.839

67,75 %

43.521

73,68 %

55.283

95,62 %

49.908

81,93 %

Keine Zustimmung

 

 

20.777

27,00 %

16.580

32,25 %

15.548

26,32 %

2.532

4,38 %

11.011

18,07 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Davon Gegenstimmen

 

 

16.313

21,20 %

14.376

27,96 %

13.203

22,35 %

746

1,29 %

8.891

14,59 %

Davon Enthaltungen

 

 

4.464

5,80 %

2.204

4,29 %

2.345

3,97 %

1.786

3,09 %

2.120

3,48 %

 

 

 

 

       

Verwendung des Bilanzgewinns / -verlustes der Hapimag AG (Einzelabschluss):

 

Verwendung des

Bilanzverlusts, -gewinns

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

Im Umlauf befindliche

Aktien

 

234.910

 

234.910

 

246.119

 

246.919

 

248.097

 

248.097

 

249.517

 

249.517

 

256.220

 

256.220

 

258.218

 

258.218

Davon vertreten in der

Generalversammlung

 

64.745

 

27,56 %

 

76.937

 

31,26 %

 

51.415

 

20,73 %

 

59.033

 

23,66 %

 

57.815

 

22,56 %

 

60.850

 

23,57 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustimmung

44.053

68,04 %

52.946

68,82 %

45.538

88,57 %

53.578

90.76 %

46.404

80,26 %

48.229

79,26 %

Keine Zustimmung

20.692

31,96 %

23.991

31,18 %

5.877

11,43 %

5.455

9,24 %

11.411

19,74 %

12.621

20,74%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Davon Gegenstimmen

1.768

2,73 %

16.722

21,73 %

1.603

3,12 %

1.201

2,03 %

886

1,54 %

8.954

14,71%

Davon Enthaltungen

18.924

29,23 %

7.269

9,45 %

4.274

8,31 %

4.254

7,21 %

10.525

18,20 %

3.667

6,03 %

 

 

 

 

Entlastung des Verwaltungsrats bezogen auf die anwesenden bzw. auf der Generalversammlung vertretenen Aktionäre:

 

Entlastung des Verwaltungsrats

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

Im Umlauf befindliche Aktien

234.910

234.910

246.119

246.119

248.097

248.097

249.517

249.517

256.220

256.220

258.218

258.218

Davon vertreten in der

Generalversammlung

 

64.690

 

27,54%

 

76.879

 

31,24 %

 

51.327

 

20,69 %

 

58.987

 

23,64 %

 

57.789

 

22,55 %

 

60.810

 

23,55 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustimmung

43.061

66,57%

52.232

67,94 %

33.098

64,48 %

43.325

73,45 %

47.717

82,57 %

48.910

80,43 %

Keine Zustimmung

21.629

33,43%

24.647

32,06 %

18.229

35,52 %

15.662

26,55 %

10.072

17,43 %

11.900

19,57 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Davon Gegenstimmen

18.238

28,19%

18.210

23,69 %

15.261

29,73 %

13.066

22,15 %

1.175

2,03 %

9.266

15,24 %

Davon Enthaltungen

3.391

5,24 %

6.437

8,37 %

2.968

5,79 %

2.596

4,40 %

8.897

15,40 %

2.634

4,33 %

 

 

 

 

Entlastung des Verwaltungsrats bezogen auf die Gesamtanzahl der in Umlauf befindlichen Aktien:

 

Entlastung Verwaltungsrat bezogen

auf umlaufende Aktien

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

Im Umlauf befindliche Aktien

234.910

234.910

246.119

246.119

248.097

248.097

249.517

249.517

256.220

256.220

258.218

258.218

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustimmung

43.061

18,33 %

52.232

21,22 %

33.098

13,34 %

43.325

17,40 %

47.717

18,62 %

48.910

18,94 %

 

 

 

 

Entlastung des Verwaltungsrats bezogen auf die Gesamtaktienanzahl:

 

Entlastung Verwaltungsrat bezogen

auf Gesamtaktien

2015

 

2014

 

Gesamtaktien

238.000

238.000

273.250

273.250

 

 

 

 

 

Zustimmung

43.061

18,09 %

52.232

19,12 %

 

 

 

 

Wahl der KPMG AG, Zürich

als Revisionsstelle

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

Präsenz Aktienstimmen in CHF

11.383.400

 

13.544.500

 

9.054.000

 

10.367.700

 

10.167.400

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustimmung in CHF

7.546.300

66,29 %

9.765.200

72,10 %

6.217.600

68,67 %

7.838.600

75,61 %

8.432.700

82,94 %

Keine Zustimmung in CHF

3.837.100

33,71 %

3.779.300

27,90 %

2.836.400

31,33 %

2.529.100

24,39 %

1.734.700

17,06 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Davon Gegenstimmen in CHF

3.331.600

29,27 %

2.898.400

21,40 %

2.410.500

26,62 %

2.167.100

20,90 %

1.429.700

14,06 %

Davon Enthaltungen in CHF

505.500

4,44 %

880.900

6,50 %

425.900

4,71 %

362.000

3,49 %

   305.000

3,00 %

 

 

 

Kapitalherabsetzung und Statutenänderung

2014

 

Gesamte Aktienanzahl

273.250

 

Im Umlauf befindliche Aktien

246.119

 

Davon vertreten in der Generalversammlung

76.936

31,26 %

Zustimmung

61.126

79,45 %

Keine Zustimmung

15.810

20,55 %

Davon Gegenstimmen

5.272

6,85 %

Davon Enthaltungen

10.538

13,70 %

 

 

 

Zustimmung bezogen auf gesamte Aktien

273.250

22,36 %

 

 

 

Wiederwahl der bisherigen Mitglieder

des Verwaltungsrates (gesamthaft)

2015

 

2011

2011

Im Umlauf befindliche Aktien

234.910

234.910

256.220

256.220

Davon vertreten in der Generalversammlung

64.655

27,52 %

57.804

22,55 %

 

 

 

 

 

Zustimmung

42.071

65,07 %

46.397

80,27 %

Keine Zustimmung

22.584

34,93 %

11.407

19,73 %

 

 

 

 

 

Davon Gegenstimmen

19.800

30,62 %

10.379

17,96 %

Davon Enthaltungen

2.784

4,31 %

1.028

1,77 %

 

 

 

 

 

Bezogen auf die im Umlauf befindlichen

Aktien wählten den Verwaltungsrat:

 

 

17,91 %

 

 

18,11 %

 

 

 

Ersatzwahl für den Verwaltungsrat

2012

2012

Im Umlauf befindliche Aktien

249.517

249.517

Davon vertreten in der Generalversammlung

58.949

23,63 %

 

 

 

Zustimmung

44.289

75,13 %

Keine Zustimmung

14.660

24,87 %

 

 

 

Davon Gegenstimmen

12.792

21,70 %

Davon Enthaltungen

1.868

3,17 %

 

 

 

Bezogen auf die im Umlauf befindlichen

Aktien wählten das neue Verwaltungsrats-

mitglied:

 

 

 

17,75 %

 

 

 

Wahl des Verwaltungsrates: Festlegung auf

fünf Mitglieder

2015

2015

Im Umlauf befindliche Aktien

234.910

234.910

Davon vertreten in der Generalversammlung

64.697

64.697

 

 

 

Zustimmung

61.054

94,37 %

Keine Zustimmung

3.643

5,63 %

 

 

 

Davon Gegenstimmen

1.509

2,33 %

Davon Enthaltungen

2.134

3,30 %

 

 

 

2014-05-09

Neue Lösungen und Zukunftsprodukte

 

Auf der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2013, am 08.05.2014, war ca. 20,72 Prozent des Aktienkapitals vertreten (Vorjahr: ca. 23,67 %). Der Verwaltungsbeirat wurde von ca. 64,48 Prozent der anwesenden Stimmen entlastet (Vorjahr: ca. 73,45 %). Bezogen auf die gesamten in Umlauf befindlichen Aktien wurde der Verwaltungsrat von ca. 13,34 Prozent des Aktienkapitals entlastet (Vorjahr: 17,40 %). Ein Traumergebnis sieht wohl anders aus? Wie viel Vertrauen haben die Aktionäre noch in diese Unternehmensführung?

 

Gehen wir einmal von dem Vorwort auf der Internetseite des Unternehmens zum Bericht zur diesjährigen Generalversammlung aus, dann wurde dort unter anderem ausgeführt:

 

„Neue Lösungen und Produkte für die Zukunft
 

Auf diesem Weg in die Zukunft gibt es gemäss … einige Herausforderungen zu meistern. Speziell erwähnte er den Generationenwechsel sowie die Beendigung der Mitgliedschaft. Für einige dieser Herausforderungen habe der Verwaltungsrat und die Konzernleitung Lösungen entwickelt. Mit Hapimag Options sind für bestehende Mitglieder Möglichkeiten geschaffen worden, die Mitgliedschaft für eine gewisse Zeit zu sistieren, eine Mitgliedschaft zu kündigen oder die Aktien zum Substanzwert an Hapimag zurückzugeben.
 

Für künftige Hapimag Mitglieder hat Hapimag auf die Anforderungen und die neuen Lebensgewohnheiten der Kunden reagiert und das neue Abonnement-Produkt 7Plus auf den Markt gebracht. „Wir kommen damit dem Bedürfnis nach Flexibilität in Kombination mit Nachhaltigeit entgegen,“ so ...


Im Rahmen der Generalversammlung brachten sowohl … als auch CEO … zum Ausdruck, dass die Veränderungen anspruchsvoll sind sowie Zeit und Ausdauer verlangen. Sie seien aber notwendig, um Hapimag als mitgliedschaftlich organisiertes Unternehmen genauso jung, dynamisch und lebendig zu halten, wie es die Hapimag Idee selber ist.“

 

http://www.hapimag.com/de/unternehmen/news/50-generalversammlung.html

 

 

Zumindest hat Hapimag „Herausforderungen“ erkannt. Wie vollumfänglich dies ist bleibt abzuwarten. Für einige wurden sogar schon Lösungen entwickelt: „. Mit Hapimag Options sind für bestehende Mitglieder Möglichkeiten geschaffen worden, die Mitgliedschaft für eine gewisse Zeit zu sistieren, eine Mitgliedschaft zu kündigen oder die Aktien zum Substanzwert an Hapimag zurückzugeben.“

 

Wohlgemerkt: „geschaffen worden“.
 

Sehen wir uns zu den „Options“ von Hapimag die Internetseite des Unternehmens am 08.05.2014 an:

 

 

Suchergebnisse für «Hapimag Options»:

 

 

Mythen & Tatsachen

... falschen Betrachtungsweisen gibt es auch rund um Hapimag. Mit diesem Dokument bringen wir Licht ins... Mythos: Die Produktpalette bei Hapimag wird immer undurchschaubarer. ... erwerbbare Probemitgliedschaft für Neukunden. Hapimag 7Plus Ein Abonnement mit einer mindes... Mehr

Hapimag stellt sich den Herausforderungen

Hapimag stellt sich den Herausforderungen 08.05.2014 / Die 50. Hapimag Generalversammlung vom Donnerstag, 8. Mai 2014, stand im Zeichen von ne... ... in wichtiges Zeichen: Sie haben Vergangenheit mit Hapimag. Und weil das so ist, ist es Ihnen wichtig... Mehr

 

Suchergebnisse für «Options»:

 

360° Tour

http://360pano.hapimag.com/html5/index.php?options=projectPath%3A..%2Fhu_00003%2F%2Cfile%3Ahapimagbu... Mehr

360° Tour

http://360pano.hapimag.com/html5/index.php?options=projectPath%3A..%2Fcz_00005%2F%2Cfile%3Ahapimagpr... Mehr

360° Tour

http://360pano.hapimag.com/html5/index.php?options=projectPath%3A..%2Fch_00015%2F%2Cfile%3Ahapimag_9... Mehr

usw. usw.

 

 

Ich konnte keine der mit „Hapimag Options“ der für „bestehende Mitglieder“ geschaffenen „Möglichkeiten“ auf der Hapimaginternetseite finden?

 

 

Weiter: „...brachten sowohl … als auch CEO … zum Ausdruck, dass die Veränderungen anspruchsvoll sind sowie Zeit und Ausdauer verlangen …“

 

Wie viel Zeit meint Hapimag noch zu haben? Wie viel Zeit liegt schon, wohl weitgehend ungenutzt, hinter uns? Es wird nach Lösungen gesucht? Wieder einmal? Hatten wir nicht schon diverse Programme um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen usw.? Bestanden da diese „Herausforderungen“ noch nicht?

 

Wie laufen nun die „Options“ ab die schon geschaffen wurden? Sollten diese etwa der Geheimhaltung unterliegen oder besteht auch da wie bei den ab September 2012 verkauften Insider Lifetime Aktien für Hapimag keine Rückkaufsverpflichtung, sondern Hapimag kann nach freiem Ermessen über Rückkäufe oder die angeführten Möglichkeiten entscheiden?

 

 

Der Unterschied zwischen Realität und Wirklichkeit

2014-05-12

 

Die Botschaft lautete: „. Mit Hapimag Options sind für bestehende Mitglieder Möglichkeiten geschaffen worden, die Mitgliedschaft für eine gewisse Zeit zu sistieren, eine Mitgliedschaft zu kündigen oder die Aktien zum Substanzwert an Hapimag zurückzugeben“.

 

Zeitgleich erhalten aber einige Mitglieder die Mitteilung, dass noch keine Angaben zu den Ausstiegsmöglichkeiten gemacht werden können „da diese noch erarbeitet werden“. Ein Zeitpunkt für eine Kontaktaufnahme kann nicht genannt werden, dieser wird nach zeitlicher Reihenfolge der Anfrage erfolgen. Was die „zeitliche Reihenfolge“ bei der bisherigen Warteliste, die es nun nicht mehr geben soll, bedeutete ist hinlänglich bekannt.

 

So weicht dann die Realität von der Wirklichkeit ab.


2013-05-09

Persönliche Präsenz bei den Generalversammlungen liegt weit unter dreißig Prozent

 

Eine Präsenz unter 30 % kann auf Dauer kein Zustand sein und schon gar nicht erstrebenswert. Mindestens in den vergangenen vier Jahren wurde dieser Wert bei den Hapimaggeneralversammlungen unterschritten. Bei der letzten Generalversammlung waren ca. 23,64 Prozent der Aktien vor Ort vertreten. Dies ist ein Armutszeugnis für die Teilnahme an einer Generalversammlung. Zahlreiche Teilnehmer nutzten die Möglichkeit sich durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter oder Vertreter von Aktionärsgruppen vertreten zu lassen. Das Unternehmen hat 141.404 Mitglieder. „630 Aktionäre und Gäste“ waren auf der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2012 persönlich anwesend. Von 249.517 in Umlauf befindlichen Aktien, die sich im Eigentum von 141.404 Aktionären befinden,  waren ca. 59.069 Aktien vertreten. Irgendetwas muss doch falsch laufen, wenn das Interesse an einer persönlichen oder vertretungsmäßigen Teilnahme uninteressant ist? Warum interessiert es so wenig Hapimagaktionäre was mit ihrer Geldanlage erfolgt?

 

 

Aktienkapital

2015

2014

 

2012

Namensaktien Nominalwert von je 100 CHF

59.300 Aktien

67.500 Aktien

 

67.500 Aktien

Namensaktien Nominalwert von je 200 CHF

178.700 Aktien

205.750 Aktien

 

205.750 Aktien

 

 

 

 

 

Nominalwert Namensaktien 100 CHF

5.930.000 CHF

6.750.000 CHF

 

6.750.000 CHF

Nominalwert Namensaktien 200 CHF

35.740.000 CHF

41.151.000 CHF

 

41.151.000 CHF

Nominalwert Gesamt

41.670.000 CHF

47.901.000 CHF

 

47.901.000 CHF

 

 

2010:

Ein Vertrauensbeweis sind die vorstehenden Ergebnisse nicht. Die „schweigende Mehrheit“ hat Hapimag und insbesondere dem Verwaltungsrat nicht das Vertrauen ausgesprochen.

 

Die Zustimmung ist gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken.

 

Es entlasteten lediglich noch ca. 18,94 % der Aktionäre den Verwaltungsrat. (Vorjahr: ca. 21,91 %)

 

Hapimag leitet die Möglichkeit der Begrenzung des Stimmrechts auf einen vorher bestimmten Zeitraum der Anwesenheit  aus Art. 716a Abs. 1 Ziffer 6 des Schweizer Obligationenrechts. Die Planung und Organisation der Generalversammlung obliegt demnach dem Verwaltungsrat, dieser kann demzufolge  gemäß Art. 702 Abs. 1 OR auch erforderliche Anordnungen zur Feststellung der Stimmrechte treffen. Die Ausgabe der Stimmunterlagen endet bei einer Hapimaggeneralversammlung kurz vor deren Beginn. Bei anderen Aktiengesellschaften ist es durchaus üblich und auch die Regel eintreffenden Aktionären mindestens bis zum Beginn des Abstimmvorgangs die Teilnahme daran zu ermöglichen. Auch diese Vorgehensweise ist nicht aktionärsfreundlich.

 

2011:

(2012-05-05)

Von 256.220 im Umlauf befindlichen Aktien wählten nur 46.397 Aktien diesen Verwaltungsrat

 

Der Hapimagverwaltungsrat wurde von ca. 18,32 % der in Umlauf befindlichen Aktien gewählt. 198.416 Aktien waren bei diesem Tagesordnungspunkt nicht vertreten bzw. nicht anwesend. Von 256.220 im Umlauf befindlichen Aktien wählten nur 46.397 Aktien diesen Verwaltungsrat.

 

209.823 wählten ihn nicht.

 

2012:

(2012-05-01)

Entlastung für den Verwaltungsrat nur noch von 17,40 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien.

 

Bei der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2012 erteilten nur noch die Eigentümer von 17,40 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien diesem Verwaltungsrat Entlastung. 2009 waren es 21,91 Prozent. Somit sprach auch für 2012 die „schweigende Mehrheit“ Hapimag und insbesondere dem Verwaltungsrat nicht das Vertrauen aus.

 

 

Aktieneigenbestand durch Hapimag:

2012-05-05 / 2013-04-07 / 2016.04-11

 

Eigenbestand Hapimagaktien

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

Vorratsaktien

 

 

 

 

 

13

2.186

3.259

Vermittlungsaktien

 

 

 

 

 

17.017

12.846

12.084

Depotaktien

6.791

3.090

27.131

25.153

23.733

     
 

 

 

 

 

 

     

Gesamt

6.791

3.090

27.131

25.153

23.733

17.030

15.032

15.343

 


 

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© Jürgen Keitel